Wir haben eine selbst-organisierte 5-Wochen-Tour (Camping) durchs südliche Afrika vom 24.09.99 bis 30.10.99 gemacht. Start war Südafrika (Johannesburg) mit Mietwagen von Europcar (Toyata Hilux 4X4 mit Permits für Namibia, Botswana und Zimbabwe) über den Kalaharie Gemsbock-NP, Namibia (Keetmannhoop, Windhoek, Gobabis) nach Botswana (Maun, Moremi-NP, Chobe-NP) , Zimbabwe (Vic-Falls, Hwange-NP), Botswana (Nata, Francistown, Gaborone) nach Südafrika (Pilanesberg-Park, Ndbele-Museum in Middelburg, Johannesbrug).
Hierzu einige Tips und Informationen, die vielleicht nützlich für andere Reisende sind.

1. Zu Südafrika:
Wir haben Johannesburg gemieden , ansonsten in den restlichen Gebieten trotz ständiger Warnung von (weißen) Südafrikanern nur gute Erfahrungen gemacht.
Benzin-Preis ca 280 Rand pro Liter (ca 0,95 DM)

1.1. Erste Station: Heidelberg
ca 30 km süd-östlich von Jo-burg. Campingplatz vorhanden.
Alternative: B&B im Gasthuis Heidelberg (schönes altes koloniales Haus, sehr freundlich) 120 Rand p P/Nacht mit Frühstück.
Kleiner Ort mit ein paar schönen Häusern und Museum im Alten Bahnhof. Alle Versorgungsmöglichkeiten an Werktagen, am Sonntag am Alten Bahnhof ein Kiosk fürs Nötigste.

1.2. Zweite Station: Kuruman
Campingplatz "De Oog", 45 Rand pro Campside (egal wieviel Peronen). Ruhig, sauber.
Ort hat Internet-Cafe, alle Versorgungsmöglichkeiten.

1.3. Dritte Station: Kalaharie Gemsbock- NP (Twee Rivieren. Mata Mata, Nossob)
Eintritt in den Park 108 Rand für 3 Personen, Auto und 5 Tage. Camping 17 Rand p P/Nacht.
In keinem Fall abweisen lassen: Es gibt immer einen Camping-Platz, auch wenn "ausgebucht und voll" ist. Das Buchungssystem ist nicht zuverlässig.
Twee Rivieren:
Camp mit Grill und Tische,Tankstelle, Schwimmbad, Restaurant und kleinem Laden.
Mata Mata:
Camp mit Grill, Gefrierschrank, wenig Santäranlagen, Tankstelle, kleiner Laden.
Kein Grenzübergang nach Namibia.
Nossob:
Camp mit Grill, Plätze alle mit Bäume, ausreichend Sanitäranlagen, Tankstelle, kleiner Laden, beleuchtetes Wasserloch.

2. Zu Namibia:
Wer, wie wir diesmal, Namibia nur als Durchgangsstation hat, kann hier mit Rand und Credit-Card bezahlen. Zuviel getauschte N$ wird man nicht mehr so schnell los. Rand kann man sogar in Botwana und Zimbabwe verwenden.
Benzinpreis ca 260 N$ pro Liter (ca 0,85 DM).

2.1. Vierte Station: Keetmannhoop
Grenzübergang über Andriesvale nach Rietfontein (Straße im Bau und teilweise schon geteert, ansonsten Gravelroad bis Grenze. Grenzformalitäten in Rietfontein problemlos. Permit fürs Auto nicht benötigt Straße ab Grenze bis Keetmannhoop Piste, aber befahrbar wie Teer, sehr eintönig.
Städt. Campingplatz in Keetmannhoop 25 N$ p P/Nacht und 15 N$ für Standplatz pro Nacht, laut durch angrenzende Straße und nächtl. Hundegrell, Sanitär-Anlagen sauber und ausreichend. Wachpersonal in der Nacht (war vor 4 Jahren nicht). Sa und So sind die Läden geschlossen. Einkauf dann fürs Notwendigste am Take Away neben/an der Caltex-Tankstelle.
Köcherbaumwald:
Eintritt 10 N$ pro Person. Der dortige Campingplatz wurde mit Sanitär-Anlagen erweitert.

2.2. Fünfte Station: Windhoek
Dan Viljoen Park: 25 km westlich von Windhoek, 10 N$ Eintrittsgebühr per Person/Nacht.
Camping: 30 N$ pro Person und Nacht, Grill, Schwimmbad, Restaurant, kleiner Laden am Restaurant, Camping-Platz mit Tag-und Nachtbewachung (war vor 4 Jahren nicht).

2.3. Sechste Station: Gobabis/Harnas Wildlife Foundation
ca 90 km nord-östlich von Gobabis gelegen (Gobabis: Alle Versorgungsmöglichkeiten) Anfahrt über Gobabis Richtung Grenze Botswana, Abfahrt Harnas beschildert (Gravel-Road). Sieht auf den ersten Blick aus wie ein Zoo mit Parkanlage. Auf den 2. Blick sehr interessant. Es gibt verschiedene Wild-Tiere in Gehegen direkt am Haupthaus und Freiland-Gehege auf dem Farmgelände. Hier werden kranke Wild-Tiere aufgezogen, Wild-Tiere, die Farmer oder Privat-Personen abgeben (aus welchen Gründen auch immer), Wild-Tiere gezüchtet und gezähmt für Film-Aufnahmen. Man kann hier Leoparden, Löwen, Geparden streicheln, mit Pavianen spielen, zwischen Hyänen herumlaufen usw.
Man erfährt viel über die Tiere bei den morgendlichen und abendlichen Fütterungs-Touren und Rundgängen und -Fahrten in und zwischen den Gehegen.
Es gibt verschiedene Übernachtungsmöglichkeiten per Person/Nacht:
Wendy House N$270 , Igloo N$285 beides incl. Frühstück , Camping N$110 incl. Feuerholz.
Alle 3 Übernachtungsmöglichkeiten beinhalten zusätzlich o.g. Fütterungs- und Besichtigungs- Touren.
Camping mit schönen sauberen Duschen und WC, Grill und Bäume und in 20m Entfernung (hinter Elektrozaun) garantiertes Löwengebrüll in der Nacht.
Swimmingpool und Restaurant vorhanden.

Harnas Lion, Leopard and Cheetah Farm
P.O. Box 548
Gobabis
Namibia Telefon
Tel. 062-568879/568788
Fax: 062-568738
e-mail: harnas@mweb.com.na
website: http://www.harnas.de

3. Zu Botswana
Grenzübergang ohne Probleme, Permit fürs Auto nicht benötigt. Teerstraße bis Ghanzi. Großes Problem mit Geldwechsel in Botswana. Man ist hier der Zeit schon voraus und kann nur noch Euros tauschen(?!). DM will keiner mehr, außer der Standard Bank, die allerdings 50 Pula (z.Z. ca 22 DM) Commision nimmt. Also US $ mitnehmen, solange es noch keine Euro-Scheine und Reise-Checks in Euro gibt.
Übrigens: Thema Reise-(Traveller-) Checks, egal ob in DM oder US$ sollte man in den Ländern des südl. Afrikas ganz vergessen. Diese auf Banken einzulösen, kostet Geduld und sehr viel Zeit (teilweise 2-4 Std), da hier ein großer Bürokratismus durchlaufen werden muß. Shell-Tankstelle nimmt Kreditkarte, Einkaufs-Zentrum Spar ebenfalls.
Die Shell-Tourist-Map von Veronika Roodt für Botswana, Moremi und Chobe gibt’s an den Shell-Tankstellen und in Souvenier-Läden in Maun.
Benzinrpeis ca 170 Pula (ca 0,80 DM).

3.1. Siebte Station: Ghanzi
Ghanzi-Hotel (Camping etwas laut) daneben Ghanzi Craftshop mit Arbeiten von Buschman-Leuten.
Alle Versorgungsmöglichkeiten, neuer Campingplatz 2 km vor Ghanzi (südlich) Thakadu Camp 20 Pula pro Person/Nacht, Restaurant, Bar, Pool sehr freundlich.

3.2. Achte Station: Maun
Von Ghanzi bis Toteng Gravel-Road, dann wieder Teerstraße
Alle Versorgungsmöglichkeiten, Internet-Cafe im Sedia-Hotel, dort auch Camping, 22 Pula pro Person/Nacht möglich. Auch dort oder in anderen Hotels nach Speise-Öl-Kanister (20-25 l) fragen, die kann man zur Not mit Benzin füllen.
Camping-Platz Audi-Camp: 20 Pula pro Person/Nacht, sehr nett und hilfsbereit, Platz mit vielen Bäumen aber zu unserer Zeit keine Blätter, Sanitäranlagen sauber, laut und teilweise eng, da hier viele Reisegruppen Station vor dem Moremi-Trip machen. Bar, Restaurant, Feuerholz. Auf den anderen Camps sieht es allerdings genauso aus.
Reservierungsbüro für Natioal-Parks etwas schwer zu finden (hinter Polizeigebäude), keine Hinweis-Schilder (vielleicht absichtlich, damit man es nicht findet).
Preise für die NP’s: Eintritt pro Person/Nacht 50 Pula, Auto pro Nacht 10 Pula, Camping pro Person/Nacht 20 Pula. Muß in Pula bar bezahlt werden. Weder Reservierungsbüro, noch Park nehmen Kreditkarten.

Bei angeblich ausgebuchten Plätzen in den beiden Parks (Moremi und Chobe) niemals aufgeben oder abwimmeln lassen. Alle Campingplätze des Parks waren nur höchstens bis zu 1/3 belegt (trotz angeblicher Vollbelegung). Der Rest alles frei. Außerdem sind die einzelnen Camping-Plätze so groß, daß 5 Parteien Platz haben (1 Platz entspricht ¾ des gesamten Audi-Camps, auf dem sich täglich 5 Reisegruppen mit je 8-10 Zelten und 20 Individualtouristen aufhalten), ohne sich zu stören. Die Reisegruppen buchen die Park-Campingplätze stets zu, niemand storniert, da die Buchungen nichts kosten.
Hier unsere Erfahrungen:
Sehr genervte und unfreundliche Frau im Reservierungsbüro. Angeblich bis auf je eine Nacht (und dies erst in 4 Tagen) im South-Gate und Xakanaxa alles im Moremi-Park und Chobe 1 Nacht (mit nicht kombinierbaren Terminen) in Savuti ausgebucht. (sichtlich erfreut, dann muß man nichts weiter ausfüllen/arbeiten muß). Unsere Frage, ob man vielleicht doch noch was machen kann, wird nur mit Grinsen und sichtlicher Schadenfreude beantwortet. Individual-Touristen mag man anscheinend nicht. Wir haben dann diese beiden Tage Moremi (South Gate und Xakanaxa) gebucht und sind etwas traurig abgezogen.
Am nächsten Morgen sind wir erneut ins Reservierungsbüro. Diesmal war ein Mann (etwas zugänglicher)dort. Wir haben gefragt, ob es Stornierungen gibt. Aber es gab keine. Hartnäckig sind wir dort geblieben und haben auf Buchungen bestanden mit Terminen wie wir sie uns vorstellten. Er hat dies dann letztendlich ausgefüllt und die angeblich ausgebuchten Camplinplatze mit Pseudo-Nummern ausgefüllt. Im Park haben wir verschiedene Menschen getroffen, die mit Tages-Eintritt drin waren und stets einen Platz bekommen haben. Ein Schweizer Paar ist vom Norden angereist (also erst Chobe, dann Moremi) gänzlich ohne Buchung. Es gab im Park nie Probleme.
Aktivitäten in Maun: 1 Stunde Flug mit der Chesna für 3 Personen 550 Pula mit Moremi-Airlines. Da wir in der Trockenzeit dort waren, haben wir nur wenig Flußläufe gesehen, aber dort standen dann schon Herden von Elefanten, Büffeln, Zebras, Gnus und Böcken. Wir denken, daß 2 Std in dieser Zeit eher angebracht sind.
Ganztägige Mokoro-Fahrt gebucht über Audi Camp: 60 US$ pro Person entspricht in keiner Weise dem Preis-Leistungsverhältnis. Hier lieber mehr investieren und Fly-In mit Mokoro-Tour machen.
Bei der von uns gebuchten Tour bewegt man sich stets am Rande des landwirtschaftlich genutzten Delta-Gebietes. Rietgras wird geerntet, und Felder abgebrannt und bearbeitet. Man begegnet ständig Menschen (und dort sind meist keine Wildtiere). Man wird 1 ½ Std mit dem Safari-Wagen Richtung Delta gefahren, Mokoro-Tour 30 Min bis zum Hippo-Pool, kleine Wanderung, ½ Std Mokoro, kleine Wanderung für Mittagspause (1 ½ Std, Essen und Trinken muß man selbst mitbringen), ½ Std Mokoro, Rast und 1 Std Zeit totschlagen, 20 Min Mokoro und dann 1½ Std Rüchfahrt mit Safari-Wagen zum Camp. Die Mokoro-Fahrer haben unentwegt miteinander gequasselt, so daß die wenigen Vögel, die im Schilf waren, stets davonflogen.

3.3. Neunte Station: Moremi
Die Veterinär-Grenze ist eine Farce. Keine Kontrolle. Bis Shorobe Teerstraße; dann Gravel-Road bis Veterinär-Zaun, hinter Veterinär-Zaun nach ca. 1km Abzweigung nach South-Gate. Ab Veterinär-Zaun Allrad erforderlich (Sandpiste). Und schon mit Elefanten auf der Strecke bis zum Gate rechnen.
In den 4 Tagen Moremi von Maun bis Northgate sind wir ca 400 km gefahren. Bei den Pirschfahrten kommen schnell ein paar Kilometer zusammen, außerdem schlucken die Sandpisten viel Benzin. Also daran denken, und entsprechend Benzin mitnehmen.
South-Gate: Großzügiger Campingplatz mit 2 Sanitär-Blocks, Grill und Wasserhähne, die von den Tieren zu Tag- und Nachtzeiten als Wasserspender genutzt weden. Tagsüber die lästigen Paviane (die auch die Mülltonnen leeren und sich in den Toilettenräumen aufhalten: Vorsicht ist hier geboten), zahlreiche Vögel.
Nachts eine Horde Wildhunde und sogar Löwen, Honigdachse und vielleicht noch mehr, Viecher, die wir nicht gehört/gesehen haben (man muß ja auch mal schlafen), nur die Fußspuren am Morgen.
Third-Bridge: Heruntergekommenner Platz, ebenfalls großzügig angelegt, Grill, am Schilfufer gelegen.
Xakanaxa: Sehr großzügiger Campingplatz mit 8 Plätzen am Schilfrand, jeder Platz nebeneinander mit ca. je 100m Zwischenraum auf ca. 3 km Länge verteilt (Nachbarn sind weit weg) in der Mitte der Sanitärblock, den man mit dem Auto anfahren muß. Hippos, Elefanten kommen nachts zu Besuch, in den frühen Morgenstunden bzw. späten Abendstunden jagen, wenn man Glück hat, eine Horde von 30 Wildhunden (die hier ihren Standort haben) übers Camp Gazellen.
Die Gegend um Xakanaxa und Third Bridge ist tiefsandig mit vielen (unbeschrifteten) Wegen. Ohne Moremi-Shell-Map verfährt man sich leicht.
Kwai, (North-Gate): Fahrt von Xakanaxa zum Northgate z.T. tiefsandig, Flußdurchfahrten.
Kwai: Großer Campingplatz am Ufer des Kwai gelegen. Lästige Meerkatzen und Paviane. Über die holprige Brücke durchs North-Gate ins Dorf. Kleiner Kiosk mit geringem Sortiment, kein Benzin.

3.4. Zehnte Station: Maun
Da wir nicht genügend Ersatzkanister für weitere 500-600 km hatten, nochmal Station in Maun, Wasser, Lebensmittel und Benzinvorräte auffüllen.

3.5. Elfte Station: Chobe-Park
Von Maun aus wie gehabt bis Veterenärzaun und dann nach 1 km rechts halten (noch beschildert). Gesamte folgende Strecke tiefsandig z. T. über lange Strecken (18 km von Vetreinärzaun bis Zankuyo). Kurz (ca 1 km) hinter dem Dorf Zankyo Village gabelt sich der Weg ohne Beschilderung. Die rechte geht (vermutl.) nach Mababe, wir haben die linke genommen, da dort Fahrspuren waren. Nach 10 km an der Boundary des Nationalparkes gabelt sich der Weg erneut. Rechts scheint ein Verwaltungsweg zu sein. Gerade aus weiter kommt man nach 23 km in die Kwai-Region (überquerten allerdings nicht ersichtlich den Fluß wie es auf der Moremi-Shell-Karte eingezeichnet ist). An der Querstraße rechts (Kwai-Straße) raus fahren, (fährt man 200- 300 m links, kommt man zum Chobe-Park-Schild und sieht daß man auf der "dicken Straße" nach Savuti ist) fährt 7 km , dann geht’s links zum Mababe-Gate. Je nach Saison sollte man die Sandridge-Piste ( Regenzeit) oder Savuti Marsch (bei Trockenheit) fahren.

Savuti: Neuer Campingplatz (in der Nähe des vorherigen) mit elefantensicherem Sanitärblock. 8 Plätze liegen weitgestreut rund um den Sanitärblock, sehr großzügig angelegt. Elefanten laufen aber nach wie vor über den Platz.
Felsmalerein in Savuti: Man erwarte nicht soviel von den Felsmalereien. Daß, was auf dem Bild zu sehen ist, ist alles, aber schöner Blick in die Ebene.

Ihaha: (ehemals Serondela)
Fahrt ab Savuti Richtung Ngoma Bridge sandig bzw. tiefsandig. (Savuti bis Parkgrenze ca 30 km). Ab Parkgrenze geht es 42 km durch den Chobe Forest-Reserve bis Kachekabwe. Ca. 23 km hinter der Parkgrenze teilt sich der Weg, rechts halten. Hier nochmal besonders tiefsandig. Lt. Berichten von einheimischen Leuten, wird die Strecke von Jahr zu Jahr schlimmer. Kachekabwe ist ein kleiner Ort mit Laden für das Notwendigste (kein Benzin). Ab hier Schotterpiste bis Ngoma-Bridge. Dort kurzes Teerstraßen-Vergnügen bis zum Park-Gate.
Das Serondela-Camp wurde geschlossen, weil angeblich zu viele Leute dort waren wegen der Nähe zu Kasane (so die Auskunft am Gate). Ihaha wurde im Juni 99 ca. 20 km östl. von der Ngoma-Bridge eröffnet (somit weit weg von Kasane). Es liegt langgestreckt ebenfalls am Chobe-Fluß (aber nicht auf der Anhöhe wie Serondela), sehr weitläufig angelegt, alle Camps nebeneinander mit viel Distanz dazwischen und vielen Schattenbäumen, Grill, Feuerstelle, 2 Santär-Blocks. Die Touren und Schleifen am Fluß entlang Richtung Serondela sind sandig und in der Trockenheit mit Wild-Garantie. Die anderen Straßen zum Teil gräßliche Gravel-Road. Abends spazieren Elefantenherden durch Camp.

4. Zu Zimbabwe:
Einreise Zimbabwe: 30 US$ pro Person und 10 US$ Eintritt fürs Auto ins Land. Grenzformalitäten zügig und ohne Probleme, Permit fürs Auto wird benötigt.
Benzinpreis ca. 0,65 DM pro Liter
Die krummen Preise in Zim$ ergeben sich, da alles in US $ angegeben wird und dann jeweils in Zim-Dollar zum entsprechenden Tageskurs umgerechnet wird.

4.1. Zwölfte Station: Vic-Falls
Sand-und Gravel-Road bis zum Gate (Kasane). Kasane ist ein verschlafenes Nest, mit Tanke und Einkaufsmöglichkeiten. Ab Gate Teerstraße. Campingplatz im Inyathi Motel, 101.74 Zim$ pro Person/Nacht, schattig, wieder enger (als Botswana), Pool, viele Sanitär-Anlagen. Am Parkway gelegen Richtung Elephant-Hotel.
Epfehlung: Unbedingt sollte man auf der Krokodilfarm essen. Für umgerechnet ca 30 DM (20 US$ wurde uns genannt, aber die Rechnung betrug in Zim $ umgerechnet ca. 30 DM) speist man in einer stilvollen halboffenen Booma mit Musikgruppe. Man wird in die Landessitten bezüglich des Essens eingeweiht und erhält ein 5-Gänge-Menü (es gibt keine Speisekarte) mit landesüblichen Vorspeisen, Suppe, 2 Hauptseisen und Nachtisch. Die 1. Haupspeise wird in 12 verschiedenen Schüsseln serviert mit 2 Beilagen, verschiedenen Gemüsen, Soßen und (Wild-)Fleisch (wie Eland, Krokodil). Die 2. Hauptspeise war Grillfleich von Verschiedenen Wildtieren (wie Giraffe, Strauss, Eland, Gnu, usw). Getränke sind alle inklusive und man kann soviel trinken wie man will.
Tipp: Man sollte hungrig hingehen, damit man in der Lage ist, von allem wenigstens etwas zu kosten.
Weitere Empfehlung: In Vic-Fall-Ort auf dem Livingstone Way neben dem Wimpy gibt es eine Milch-Bar "Vanilla Falls". Dort sollte man unbedingt einen Milch-Shake trinken (keine Angst, keine Durchfall-Gefahr). Ein großer Becher kostet 1,70 DM ist kalt und total lecker.

Hinter der Post gibt es einen riesen-großen Handwerks-Markt. Wer sich von ca. 200 Verkäufern mit ihren Ständen und ihren Anpreisungen nicht irre machen läßt, kann hier günstig Souveniers kaufen.

Internet-Cafe und Banken, nette Kneipe (dort werden so eine Art Tappas zum Bier gereicht) im Einkaufszentrum gegenüber der Tourist-Info.

Victoria-Falls: Die Besichtigung kostet 10 US$ Eintritt

4.2. Dreizehnte Station: Hwange-NP
Ca. 100 km von Vic-Falls nach Hwange. Auf der Strecke gibt’s noch etliche Craft-Shops. Hwange ist eine Minenstadt mit viel Bäumen und Blumen. Macht eine sehr aufgeräumten Eindruck. Hinter Hwange (beschildert) geht’s zum Hwange NP. Erst Teerstraße, dann ca. 40 km furchtbare Gravel-Road.
Eintritt: 20 US$ pro Person (einmalig), Campsite 100 Zim $ (ca. 5 DM) pro Person und einmalig 100 Zim $ fürs Auto. Camp und Auto kann man nur mit Zim $ bezahlen!. Eintritt in Zim $ oder US $.
Das Camp Sinamatella liegt wunderbar auf einem Berg mit herrlicher Sicht (etwas weit zum Fotografieren) auf die Tierwelt in der Ebene. Es gibt eine Tankstelle (kein bleifrei), kleinen Laden (dort Karte vom Park besorgen für 10 Zim $, Park-Straßen sind zwar beschildert, aber man hat so den besseren Überblick, dort kann man auch Geld tauschen), Restaurant (mit schönen Blick, gutem und sehr preiswertem Essen).
In der Trockenzeit braucht man nur zum Mandura Damm zu fahren und vom Hide aus kann man alle Tiere beobachten (große Löwenherde, die in der Trockenzeit am Damm am reich gedeckten Tisch lauert), Honigdachse spielen nachts auf dem Camp die Müllabfuhr, Elefanten stehen vorm Zelt und fressen die Blätter des Baumes über dem Zelt (Flucht ins Auto und von dort aus beobachtet, daß der Elefant keinerlei Zeltschnüre noch sonstiges berührt hat, obwohl er direkt am Zelt stand. Zum Glück sind auch keine Äste, die er vom Baum gerupft hat, aufs Zelt gefallen).

5. Die Rückreise:
Vom Hwange-NP zurück nach Johannisburg war Kilometerfressen angesagt.

5.1. Vierzehnte Station: Nata (Botswana)
Durch den Hwange Park geht es auf z.T. guten Gravel-Straßen Richtung Botswana zum Grenzort Mpandamatenga (oder auch Pandamatenga). Vom Robins-Camp bis Park-Tor (Tor wird neu gebaut), dann nach 16 km Abfahrt nach Botwana (beschildert), nach 27 km (Wildtiere auch außerhalb des Parks) bis zum Grenzposten. Problemlose Abfertigung. Man erspart sich die Veterinär-Kontrolle. Kurz (2km) nach der Grenzkontrolle kommt man auf die Straße Nata-Ngoma (ca 200 km bis Nata). Links geht es nach Nata und in den Ort Mpandamatenga, wo es auch einen Tankstelle gibt. Die Straße ist langweilig, Nata ein Nest und ca. 20 km hinter Nata Richtung Francistown kommt links die Nata-Safari-Lodge. Campingplatz Pula 25 pro Nacht und Standplatz, Creditkarte wird akzeptiert. Pool, Bar, kleiner Souvenierladen, Facilities o.k.

5.2. Fünfzehnte Station: Francistown-Mahalapye:
Ab Nata-Lodge bis Francistown 134 km. Francistown ist eine äußerst häßliche Stadt. Kein Afrika-Feeling, nur geschmacklose Zweckbauten mit Einkaufs- und Tankmöglichkeiten. Deshalb Weiterfahrt nach Mahalapye zum Mahalapye-Hotel. Das ehemalige Hotel aus der Kolonialzeit ist ein Hotel ohne Charme und kolonial ist nur, daß es seit dem keine Renovierung gesehen hat.
Man kann dort Zelten, Pula 10, Grill, Tisch und Stühle, Toilettenmitbenutzung von der Kneipe (dem entsprechend der Zustand), keine Duschen.

5.3. Sechszehnte Station: Gaborone
30 km vor Gaborone gibt es die Manyana-Fels-Gravuren. Kostenlose Besichtigung, allerdings auch nur ein paar kleine Fuß-Gravuren. Der kleine Ort Mochudi kurz vor Garborone ist zwar leider schon größtenteils verbaut, zeigt aber noch in Ansätzen, die Bau- und Lebensweise der Einwohner.
Garborones Mall ist für eine Hauptstadt etwas enttäuschend. Es gibt ein paar Souvenier-Stände in der Mall, aber alles sehr teuer. Die Touristeninformation ist im Hintereingang des Standard-Bank-Gebäudes (Niemand kennt die Info und es gibt keinen Hinweis dazu, wir haben sie durch Zufall gefunden. Auch innerhalb des Gebäudes nicht so leicht zu finden). Leider war man hier wieder genervt, daß lästige Touristen etwas wissen möchten.
Campingplatz City-Camp Pula 26 pro Person/Nacht. Dusche und Toiletten ok. Platz ist etwas voll, da hier Gastarbeiter aus RSA mit ihren Wohnwagen stehen. Kneipe nebenan ist sehr groß, viel Rummel aber sehr interessant.
Ausflug nach Westen: Gabane mit Töpferei, kleiner Laden zum Verkauf, etwas teuer. Töpferei liegt an der 2. Abfahrt von Gabane Richtung Thamaga, also links nach Gabane einbiegen, dann ca. 1km, dann rechts die Einfahrt mit Schilder. Thamaga hat auch einen kleinem Laden, ebenfalls teuer. Aber die Fahrt allein ist schön, typische Dörfer mit Rundhütten.

5.4. Siebzehnte Station: Pilanesberg Park (Südafrika)
Von Garborone geht’s nach Labotse, Einkaufen, Tanken, Geldumtauschen. Grenzübergang problemlos.
Ankunft Pilanesberg: Campingplatz ZAR 85 pro Nacht, Game-Drive ZAR 20 pro Person und ZAR 15 fürs Auto.

5.5. Achtzehnte Station: Middelburg (Ndbele)
Kurz vor Pretoria riesengroßer Souveniermarkt, günstig und reiche Auswahl, man wird sogar botswanische Pula los. Kurz nach dem Markt (500 m) statt die Hauptroute nach Pretoria rechts über die R512 zu dem Hartbeespoort-Damm. Landschaftlich sehr schön, zumal die Jacaranda-Bäume am Ufer blühten. Über Pretoria Richtung Witbank, dann auf die R555 Richtung Middelburg.
In Middelburg sehr nette Touristeninformation. Ca. 10 km nördlich von Middelburg geht’s links zu den Bothabelo Museum der Ndbele. Campingplatz ZAR 50 pro/Nacht. Lange Einfahrt bis zum Campingplatz, an den sich das Ndbele-Dorf-Meseum anschließt. Etwas tourimäßig. Campingplatz aber sehr schön gelegen, Duschen und Toiletten sehr gut, Grill, Ess- und Sitzplätze. Laden macht um 17.30 zu!

5.5. Neunzehnte Station: Johannisburg (International Airport)
Mitauto abgeben und zurück ins kalte Deutschland.