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Ligurien (südlich von Genua: Cinque Terre und Riviera de Levante)

Ligurien wird als „Bergland am Meer“ bezeichnet, da mehr oder minder schroff die Ausläufer des Apenninengebirges fast immer direkt am Meer enden. Am extremsten zeigt sich dies in der Cinque Terre. Hier bricht die Küste steil ins Meer ab und die Häuser der 5 Ortschaften kleben wie Schwalbennester an den Felsen. Einsam gelegene, idyllische Bergdörfer liegen im weiten bergigen Hinterland und werden durch kurvenreiche Straßen (ideal zum Motorradfahren) verbunden.
Die "Cinque Terre" (fünf Länder) ist der Sammelname, der den fünf Orten Monterosso, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore gegeben wurde. Auf den Hügeln steil über dem Meer liegend verbinden verschiedene malerische Spazierwege die Orte in einem märchenhaften Szenario. Die Strecke auf den Pfaden mitten im Grünen ist wirklich beeindruckend. Ein einzigartiges Kennzeichen sind die hängenden Weinberge, die von Trockenmauern gehalten werden und ein außerordentliches Beispiel für eine vom Menschen in einer unzugänglichen Natur geschaffenen Landschaftsarchitektur sind. Die Sicht auf die wilde Felsküste und auf die von Wein bebauten Hügel ist atemberaubend.

Monterosso al Mare ist der einzige Ort mit breitem Strand, dessen Meerespromenade das historische Zentrum mit dem neuen Viertel Fegina verbindet. Seine antiken Türme bestimmen das Fischerdorf aus dem Mittelalter, das an der Levanteküste der ligurischen Riviera zwischen Punta del Mesco und Isola del Tinetto liegt. Es ist der nördlichste und größte Ort der "Cinque Terre" und für den Fremdenverkehr mit zahlreichen gemütlichen Hotels ausgerüstet. Charakteristische Restaurants bieten eine Vielfalt typischer Gerichte aus Ligurien sowie den schon von Petrarca besungenen berühmten Wein der "Cinque Terre".

Vernazza an der Mündung eines Wildbaches liegend, wird durch ein felsiges Vorgebirge vor den Gefahren des Meeres geschützt und ist schon immer der einzige sichere Landungsplatz von Cinque Terre gewesen. Mit dem natürlichen Hafen in der Form eines Amphitheaters ist es vielleicht der malerischste Ort der Cinque Terre. Es wurde bereits von den Römern besucht und erfreute sich einer großen strategischen Bedeutung während der Zeit der Seefahrer von Genua, auch Dank des Rufes seiner Schiffbaumeister. Der ganze Ort, der vom runden Aussichtsturm und der Ruine der Burg beherrscht wird, lohnt einen Spaziergang. Am Platz am Meer liegt die Kirche Santa Margherita di Antiochia.

Corniglia, der einzige nicht am Meer, sondern auf einem Hügel liegende, von Weinbergen umgebene Ort, hat eine sanfte ländliche Faszination. Geklammert an die steile Gebirgswand, mit zwei sehr gut besuchten Stränden zu beiden Seiten, ist Corniglia vom Bahnhof aus über eine lange Treppe zu erreichen, die in den Ort führt. Die Kirche von San Pietro (1334) lohnt zu besichtigen, die eines der bedeutendsten Monumente der ligurischen Gotik der Cinque Terre darstellt. Weiterhin lohnt ein Blick vom Belvedere, einer bezaubernden Terrasse zum Meer.

Manarola, ein antikes Seemannsdorf klammert sich an den Felsen mit seinem Mosaik bunt zusammengewürfelter, am Meer liegender Häuser. Es ist mit Riomaggiore das typischste der fünf Ortschaften. Völlig von Weinreben umgeben, erstreckt sich dieser Ort entlang des Flusslaufes. Zu besichtigen sind, im oberen Teil des Ortes, die Kirche von San Lorenzo (1338) mit ihrer schönen Rosette aus dem fünfzehnten Jahrhundert. Hier gibt der Wein den Ton an und von hier beginnt die Via dell'Amore (die Strasse der Liebe): zwei Kilometer und zwanzig Minuten Fußweg, einer der eindrucksvollsten der Welt, in Richtung Riomaggiore.

Riomaggiore ist, ähnlich wir Manarola, eine typische Ortschaft mit bunt zusammengewürfelter, am Meer liegender Häuser. Es liegt in einem kleinen Tal, welches zum Meer hinabfällt. Die Häuser der Ortschaft sind aneinander gereiht und die steilen Dorfstraßen überschneiden sich mit dem Grün der Lauben. Die umliegenden Felder sind üppig mit Weinreben bewachsen, und produzieren den so begehrten und aromatischen Weißwein. Von La Spezia aus, ist Riomaggiore das erste Städtchen das man von der Cinque Terre erreicht.

Aber auch die weiter nördlich liegenden Ortschaften, die nicht mehr zum Cinque Terre gehören, wie Camogli, Levane, Bonnasola, Siestri haben ihren besonderen Reiz.

Toskana

Wenn die Toskana oft als Kultur-Landschaft bezeichnet wird, dann kann man das vielleicht in doppeltem Sinn verstehen: als über Jahrhunderte von Menschenhand geformte und geprägte Landschaft, aber auch als von Kultur durchzogenes und damit an Kunstschätzen reiches Gebiet. Sicherlich ist es diese so harmonisch erscheinende Mischung aus Natur und Kultur, die die Faszination dieser Region ausmacht. Es ist Siedlungsland der antiken Etrusker und Römer, Schauplatz mittelalterlicher Fehden um Macht und Wohlstand, Wiege der Renaissance und der italienischen Sprache. Die Landschaft der Toskana zeichnet sich besonders durch ihre Hügellandschaft, Weinberge und die unzähligen Zypressen und Pinien aus. Von den vielen berühmten und schönen Orten haben wir u.a. folgende besucht:

Siena ist die Hauptstadt der italienischen Provinz Siena in der Region Toskana und konnte ihr mittelalterliches Stadtbild, einschließlich der alten Stadtmauern und -tore, bis heute bewahren. Eine der Touristenattraktionen ist der 2-3 mal jährlich stattfindende Palio, ein historisches Pferderennen, an dem Vertreter aller 17 Stadtteile teilnehmen. Daneben ist die Stadt ein Umschlagzentrum für Wein und Marmor. Zu den herausragenden Sakralbauten gehören der Dom, der im Wesentlichen aus dem 13. bis 14. Jahrhundert stammt und zu den schönsten Beispielen des gotischen Baustiles in Italien gehört, und das Baptisterium aus dem 14. Jahrhundert. Im Zentrum der Stadt liegen die muschelförmige Piazza del Campo, die u. a. der gotische Palazzo Publico (begonnen 1288 und 1309 vollendet) begrenzt, der von dem Torre del Mangia (1325-1344) überragt wird. Siena, eine alte römische Stadtgründung, später unter der Herrschaft der Langobarden und Karolinger, wurde im 12. Jahrhundert unabhängige Republik und erlebte in der Folgezeit ihre höchste Blüte. Die Universität Siena wurde im Jahr 1240 gegründet. Mitte des 16. Jahrhunderts wurde die Stadt von den Spaniern erobert und fiel danach an das Herzogtum.

Florenz, die Stadt der Medici, lateinisch Florentia, italienisch Firenze, war ursprünglich eine Siedlung der Etrusker, wurde im 2. Jahrhundert von den Römern neu gegründet und entwickelte sich im 13. Jahrhundert zur führenden Handelsstadt in Mittelitalien. Vom 14. bis zum 16. Jahrhundert erreichte die Stadt unter der Familie der Medici ihre Blüte und wurde ein europäisches Zentrum des Handels sowie des geistigen und des künstlerischen Lebens. Dichter wie Boccaccio, Dante und Petrarca förderten die Entwicklung des florentiner Dialekts zur nationalen italienischen Sprache. Der Ursprung der Renaissance liegt in Florenz und Kunst und Wissenschaft wurden u.a. durch Galileo, Machiavelli, Michelangelo und Leonardo da Vinci über Jahrhunderte geprägt. Eine zweite Blüte erlebte die Stadt als sie von 1865 bis 1871 unter König Viktor Emmanuel II. Hauptstadt des vereinten Italiens war. Heute wird die Stadt mit ihren herausragenden künstlerischen und architektonischen Sehenswürdigkeiten jährlich von etwa 2,5 Millionen Besuchern besichtigt.
Die Stadt der Medici und Hauptstadt der mittelitalienischen Region Toskana ist eine der bedeutendsten Kunstmetropolen Europas. Bauten aus der Romanik, Gotik und Renaissance prägen das Bild der Altstadt, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Zahlreiche Museen (wie der Bargello mit seiner Skulpturengalerie oder die Galleria dell'Accademia mit Michelangelos David) bergen Kunstsammlungen, die zu den bedeutendsten der Welt gehören. Der Dom Santa Maria del Fiore (1296-1436), am rechten Flussufer des Arno, ist mit seiner dominierenden Kuppel von Brunelleschi und seinem Campanile aus dreifarbigem Marmor das Wahrzeichen der Stadt. Gegenüber liegt das Baptisterium San Giovanni (11.-13. Jahrhundert) mit dem berühmten Paradiestor von Lorenzo Ghiberti. Weitere Sehenswürdigkeiten sind der Palazzo Vecchio (Ende 13. Jahrhundert) auf der Piazza della Signoria, sowie die Uffizien, erbaut im 16. Jahrhundert, mit ihrer bedeutenden Gemäldesammlung und natürlich der Ponte Vecchio, die älteste Brücke der Stadt, die den Arno überspannt. Am anderen Ufer des Arno liegt der Palazzo Pitti mit den ausgedehnten Boboligärten. Über die ganze Stadt verteilen sich Kirchen mit teilweise hochrangiger Renaissanceausstattung und weitere Renaissancepaläste.
Florenz ist seit dem Mittelalter ein bedeutendes Handels- und Gewerbezentrum. Von großer Bedeutung ist das Kunsthandwerk, insbesondere Silberarbeiten, Schmuck, Korb- und Lederwaren, Glas-, Keramik- und Holzarbeiten, Möbel und Stickereien.

Volterra – eine Stadt aus Wind und Stein liegt umschlossen von einem zyklopenhaften Mauerring hoch oben (noch 200m höher als San Gimignano) auf einem Berg und ist auch heute noch ein Hort der Etrusker. Sehenswert sind hier: die schon im 9.Jhd. als Marktplatz dokumentierte Piazza dei Priori mit dem Rathaus (Vorbild des Palazzo Vecchio in Florenz), die Marmor-Rückwand des Domes und der Bischofspalast und der Palazzo Pretori, eine Addition von einzelnen Turmhäusern. Weiterhin sehenswert der Duomo Santa Maria Assunta, Battistero (achteckiges Baptisterium), die Turmhäuser (wenn auch nicht so spektakulär wie in San Gimignano) wie z.B. das älteste Volterras, das Casa-Torre Toscano, sovie der ockerfarbene Palazzo Minucci-Solaini, das Teatro Romano (römisches Amphitheater) und die dahinterliegenden Thermen und die Fortezza Medicea (größter Festungsbau der italienischen Renaissance und heute Hochsicherheitsgefängnis) sowie die Ruinenfelder der etruskischen Akropolis.

San Gimignano - die Stadt der Geschlechtertürme ist ein touristisches Muss. Begründet wird dies durch die noch existierenden Geschlechtertürme, Wahrzeichen einer ruhm- und blutreichen Vergangenheit der Stadt. Jeder der Türme war als Zufluchtsort einer Familie (eines Geschlechts) entstanden. Heute sind nur noch 15 von einst 72 Türmen erhalten und der größte, der Torre Grossa, kann bestiegen werden. Umgeben von einer Stadtmauer bietet der Ort insgesamt ein sehr gepflegtes mittelalterliches Stadtbild mit engen Gassen und renovierten Gebäuden.
Sehenswert sind: Porta San Giovanni (das schönste Tor), Piazza Cisterna (schönster Platz der Toscana) mit dem Brunnen, den beiden Zwillingstürmen Ardinghelli und Torre del Diavolo. Am Piazza del Duomo sind der Dom, der Rathausturm Torre Grossa (Aufstieg mit herrlichem Panorama), der Palazzo del Popolo, Palazzo del Podestà, der Torre Rognosa und die Zwillingstürme der Ghibellinen Salvucci zu besichtigen. Neben dem Dom liegt die hübsche Piazza dell’Erbe. Von dort beginnt der Aufstieg zu den Resten der Medicifestung Rocca Montestaffoli mit schöner Aussicht auf die Stadt.
BR> Colle di Val d'Elsa liegt beeindruckend mit seiner zweigeteilten Altstadt auf einem langgestreckten Felsen umgeben von einer Stadtmauer. Die nicht so überlaufene Stadt ist idealer Ausgangspunkt für die Ausflüge in die Umgebung mit Volterra und San Gimignano. Sehenswert in der Altstadt sind das Castello, der Torre di Amalfo, der Dom und die Via delle Volte, sowie der Stadtteil Borgo mit den zahlreichen Stadtpalästen wie z.B. der Palazzo Renieri und den monumentalen Toren Porta Nova und Porto Vecchia.

Monteriggioni, eine kleine, kreisrunde Siedlung auf einem Hügel ist der am meisten besuchte Ort der Toskana (natürlich mit Ausnahme von Florenz) und wirkt wie ein Freilichtmuseum. Grund dafür die vollständig erhaltene Stadtmauer und die gut renovierte Bausubstanz im Ort.

Reiseverlauf up down

1. Tag
Heidelberg - Como
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Bei freundlichem Wetter und angenehmen Temperaturen fahren wir von Heidelberg los und erreichen am späten Nachmittag Como. Die Hotelsuche gestaltet sich etwas schwierig, da alles ausgebucht ist. Wir finden dann doch noch eine Unterkunft im „Albergo Posta“ direkt im Zentrum. Nachdem wir das Zimmer bezogen haben, schlendern wir durch die Stadt und bekommen gerade noch die Siegerehrung einer Auto-Ralley mit. Uns ist nun klar, warum Como heute so überlaufen ist. Im letzten Tageslicht gibt es noch ein paar Fotomotive in den Gassen der reizvollen Altstadt bevor wir zum Abendessen in unsere Herberge zurückkehren, wo man noch draußen sitzen kann.

2. Tag
Como - Comoglio
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Nach dem Frühstück in der Herberge geht es weiter auf der Autobahn A7 bis ca. 50km vor Genua, dort nehmen wir die Abfahrt Bussala und fahren Richtung Montoggio auf die 226 ab. Hier im genuesischen Hinterland gibt es einige reizvolle kurvenreiche Sträßchen, die die hübschen Ortschaften Montoggio, Doria, Davagna, Uscio und Salto verbinden. Am frühen Nachmittag erreichen wir Comoglio, wo wir uns in der „Albergo Augusta“ in der Nähe des Hafens einquartieren. Wir flanieren durch diesen äußerst reizvollen aber stark frequentierten Ort, dessen mittelalterliches Stadtbild und der Hafen viele Fotomotive bieten. Die vielen kleinen Cafés und Restaurants am Meer laden zum Trinken und Essen ein.

3. Tag
Comoglio - Levanto
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Wir fahren auf den Portofino hinauf, wo man einen herrlichen Ausblick auf Comoglio hat und durchqueren die Halbinsel. An der herrlichen Küste entlang fahren wir über San Rocco, San Margarita, Portofino und wieder zurück bis San Margarita weiter bis Chiavara, wo wir im Eiscafé einen Mittagstopp machen. Weiter geht es auf der 1 über Sestri Levante durch die Tunnelstraße nach Moneglia und Deiva Marina weg von der Küste über schnuckelige Hinterlandsträßchen vorbei an Bonesola nach Levanto. Dort quartieren wir uns für 3 Nächte im „Park Hotel“ ein. Wir erkunden den Ort, und finden im alten Teil von Levanto nette Cafés und Restaurants.

4. Tag
Cinque Terre
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Nach dem Frühstück machen wir uns auf zum Bahnhof und fahren für 1,25 Euro (pro Person) bis zum südlichsten Ort des Cinque Terre, nach Riomaggiore. Die kurze Fahrt mit dem Zug ist weniger reizvoll, da man fast vollständig bis auf die Bahnhöfe der Orte, im Tunnel fährt. Dennoch ist dies die schnellste und billigste Art, die einzelnen Ortschaften zu erreichen. Am Bahnhof von Riomaggiore gibt es das Wanderticket für 2 Euro zu kaufen und wir machen uns zusammen mit vielen anderen Touristen auf den „Via dell’amore“ hoch über der Küste entlang nach Manarola. Dies ist der kürzeste und einfachste Wanderweg (ca. 20 Minuten auf einem gut ausgebauten und befestigten Weg) zwischen den 5 Ortschaften. In Manarola angekommen erkunden wir den hübschen Ort und ruhen uns kurz in einem Café aus. Dann geht es weiter auf dem weniger frequentierten und holprigen Wanderweg und erreichen nach 1½ Stunden den nächsten Ort Corniglia. Vom Bahnhof Corniglia aus arbeiten wir uns in voller Mittagshitze über viele Stufen zum Ort hinauf und gönnen uns eine Verschnaufpause im Café bevor wir den reizvollen Ort weiter erkunden. Dann machen wir uns weiter auf den Weg nach Vernazza. Dieser Weg dauert etwa 1¾ Stunde und schlängelt sich den Berg mehrfach hinauf und wieder hinunter und langsam schmerzen Beine und Füße (soviel wandern war gar nicht geplant). Hier angekommen, ruhen wir uns erst mal auf der herrlichen Piazza am Meer in einem Café aus. Dann haben wir wieder Kraft, uns den besonders hübschen Ort anzusehen. Am Bahnhof angekommen kaufen wir wieder eine Fahrkarte und fahren zurück nach Riomaggiore. Den ebenfalls hübschen Ort, den wir morgens gar nicht gesichtet hatten, erreicht man vom Bahnhof aus durch einen Tunnel, da er hinter einem Felsvorsprung liegt. Es bleibt uns nur wenig Zeit zur Erkundung bis das letzte Schiff (17.30 Uhr) Richtung Levanto abfährt. Für 4.50 Euro pro Person steuert das Schiff nacheinander Manarola, Vernazza und Monterosso an. Man hat somit einen herrlichen Blick vom Meer aus auf diese hübschen Orte. In Monterosso ist die Sonne schon so tief, dass dieser Ort schon im Schatten liegt. In Levanto endet die Fahrt und wir gehen im alten Ortskern zur Pizzeria „“Nuova Pizzeria Bruna“, die wir gestern entdeckt hatten. Hier essen wir die beste Pizza überhaupt und auch der Preis ist korrekt.

5. Tag
Cinque Terre
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Da wir gestern gesehen haben, dass die Ortschaften erst ab Mittag im schönen Licht liegen, beschließen wir, am Morgen eine Fahrt ins Hinterland zu machen. Nach 25km auf der Via Aurelia fahren wir bis Lavanga und dort ins Hinterland auf den herrlichen kurvenreichen Sträßchen über den Pass Del Bocco (956m ü.d.M.) weiter nach Varese und Chiana dort über Carro zurück nach Levanto. Wir haben uns mit der Strecke etwas verschätzt und so dauert die Tour länger als geplant. Also fällt die geplante Badepause aus und wir fahren sofort weiter mit dem Motorrad auf den kleinen Sträßchen nach Riomaggiore. Alle Orte des Cinque Terre sind für den Autoverkehr gesperrt und wir stellen unser Motorrad auf dem Parkplatz vor dem Ort ab, wandern hinunter und erkunden den Ort in Ruhe. Dann machen wir uns auf nach Manerola. Von den Sträßchen oberhalb der Küste hat man immer wieder herrliche Ausblicke aufs Meer und die Ortschaften, die wie Nester an den Felsen kleben. Auch hier gibt es noch einige lohnende Fotomotive, die jetzt am Nachmittag schön im Licht liegen. Dann geht es weiter nach Corniglia, dessen Besuch nur kurz wird, da wir diesen gestern schon ausgiebig besichtigt hatten, nur der Blick von der Serpentinenstraße bietet neue Motive. Es ist nun schon später Nachmittag, als wir den Parkplatz von Vernazza erreichen. Wir wandern mehr als einen Kilometer hinunter zum Ortseingang. Die Sonne steht schon zu tief, der Ort liegt schon im Schatten und wir wandern zurück zum Motorrad. Fast bei Dunkelheit erreichen wir Levanto. Wir essen im Hotel zusammen mit einer Reisegruppe. Es ist ein Abfüttern mit mittelmäßigem Essen. Deshalb geht es für einen Absacker noch mal in die Stadt in eine Bar im alten Ortskern.

6. Tag
Levanto - Siena
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Über die Cinque-Terre-Hochstraße mit Blick auf die Ortschaften verlassen wir Levanto und erreichen La Spezia. Bis Lerici fahren wir auf der Küstenstraße und machen uns dann über die „Via Aurelia“ auf nach Pisa. Hier machen wir einen kurzen Stopp beim Schiefen Turm. Der Besuch des Turms ist bis 17.10Uhr ausgebucht, doch wir haben noch Vormittag und solange wollen wir nicht warten. Siena wartet heute noch auf uns. Dort angekommen, klappern wir ein paar Hotels ab, doch alle sind ausgebucht. Über die Hotelbuchungsagentur an der Piazza San Domenico finden wir für 2 Nächte etwas außerhalb der Stadt im Hotel „Sangalla“ ein Zimmer. Wir laden das Gepäck ab und machen uns auf zur Stadtbesichtigung bei Nacht. Der Dom, der Torre del Mangia, der Palazzo Popolo sind angeleuchtet. Wir sind begeistert vom Platz Il Campo und setzen uns dort draußen in ein Restaurant zum Abendessen mit Blick auf das Treiben des Platzes und dem Torre del Mangia und dem Rathaus.

7. Tag
Siena
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Nach dem reichlichen Frühstück fahren wir nach Siena und stellen unser Motorrad wieder am Piazza San Domenico ab. Wir schlendern zum Il Campo und klettern als erstes den Torre del Mangia hoch und genießen die tolle Aussicht über die Stadt. Dann geht es weiter zur Piazza del Duomo zum sehr beindruckenden Duomo Santa Maria Assunta. Nach dieser beeindruckenden Besichtigung wandern wir auf anderen Gassen zurück zum Il Campo hinter das Rathaus zur Piazza del Mercato. Es ist schon nach 12.00 Uhr und wir haben den Markt verpasst, der jeden Morgen hier statt findet. Wir schlendern weiter durch den östlichen Stadtteil zur Kirche Santa Maria del Servi. Dort sehen wir, dass Menschen hoch auf einem Gebäude beim Domplatz sind. Also geht es auf anderen Wegen wieder zurück mit kurzem Café-Stopp am Il Campo. Dann weiter hinauf zum Dom, bezahlen den Eintritt ins Dommuseum und suchen die Treppen nach oben. Nach einer anstrengenden Kletterei haben wir diesen Aussichtspunkt erreicht und es bieten sich neue Ausblicke über die Stadt und natürlich zum Torre del Mangia. Dann schlendern wir zur Piazza San Domenico, unser Motorrad ist noch da, und besichtigen die Kirche San Domenica. Nun durchwandern wir erneut Siena auf Gassen, die wir bis jetzt noch nicht gesehen haben und landen wieder auf dem Il Campo. Dort Essen wir wieder im Straßencafe mit Blick auf den Platz und dem Torre. Gestärkt vom Essen ergattern wir noch ein paar herrliche Motive von angeleuchteten Gebäuden und Gassen und fahren zurück zum Hotel. Dort überlegen wir uns die weitere Route.

8. Tag
Siena - Colle di Val d’Elsa
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Wir fahren auf der Autobahn nach Norden und verlassen diese bei Monteriggioni. Dieses mittelalterliche Städtchen mit intakter Stadtmauer wirkt wie ein Freilichtmuseum. Da es noch früher Morgen ist, sind wenig Touristen da und wir können den kurzen Besuch in Ruhe genießen. Weiter westlich fahren wir auf einem Waldweg den Hang hinauf und können einen schönen Blick ergattern, der Monteriggioni von außen mit der Stadtmauer zeigt. Weiter geht es auf kleinen Nebenstraßen nach Colle di Val d’Elsa. Im Hotel „Il Nationale“, im alten Teil am Fuße des Ortes gelegen, reservieren wir uns ein Zimmer (68 Euro) und lassen das Gepäck dort. Auf der 68 erreichen wir Volterra und parken unser Motorrad am Ortseingang. Es ist später Vormittag und es tummeln sich Massen von Touristen in dem mittelalterlichen Ort. Am Piazza dei Priori ist Markt und durch die engen Gassen wandern wir vorbei an Turmhäusern, Palazzi, den Thermen und dem Teatro Romana bis zum Fortezza Medicea, das heute als Gefängnis dient und nur von außen besichtigt werden kann. Auf einer anderen Route geht es zurück zum Marktplatz, wir genehmigen uns ein riesiges Eis bevor wir uns wieder über kleine Nebenstraßen nach San Gimignano aufmachen. Schon von weitem sieht man die Silhouette dieses Ortes mit den hohen Wohntürmen. Am Stadttor Porta S. Matteo parken wir und schlendern bis zum Piazza del Duomo. Auch hier tummeln sich Massen von Touristen und Günter besteigt den Torre Rognosa, um den Ort von oben zu besichtigen, während ich das Treiben auf dem Platz genieße. Weiter geht es den Berg hinauf zur Medicifestung Rocca Montestaffoli. Hier hat man ebenfalls eine schöne Aussicht auf die Stadt. Zurück zur Piazza del Duomo schlendern wir noch weiter Richtung Westen und dann auf anderen verschlungenen Wegen zurück zum Parkplatz. Auf der kleinen Nebenstraßen und durch typische Toskana - Landschaft erreichen wir Colle di Val d’Elsa. Wir stellen unser Motorrad am Hotel ab und wandern hinauf zur Altstadt. Es wird mittlerweile dunkel und wir genießen den Ort bei Nacht. Im Stadtteil Borgo essen wir leckeres Kaninchen in dem unscheinbaren Restaurant „La Cantina“.

9. Tag
Colle di Val d’Elsa - Florenz
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Über die Schnellstraße gelangen wir zügig nach Florenz. Die Suche des Bahnhofs gestaltet sich etwas schwieriger als erwartet, da die direkten Straßen wegen Bauarbeiten gesperrt sind und wir von einer Umleitung zur anderen geschickt werden, die immer wieder zum Ausgangspunkt zurückführen. Irgendwann haben wir die Schnauze voll und genießen den Vorteil des Motorrads und erreichen auf nicht offiziellem Weg endlich den Bahnhof. Dort gibt es ein Hotelreservierungsbüro. Auch hier ist fast alles ausgebucht und wir finden im Norden am Rand der Altstadt (immer noch in Fußmarschnähe zum Zentrum) das Mittelklasse-Hotel „Graduca“ (90 Euro), wo wir uns für 2 Nächte einnisten. Dann machen wir uns zu Fuß auf zum Domo Santa Maria del Fiore. Eine Ansicht der Stadt von oben macht sich als Einstieg immer gut und so klettern wir den Campanile des Domes hoch. Danach besichtigen wir den Dom, der aber unseres Erachtens im Innern längst nicht an die Ausschmückung des Domes von Siena heranreicht. Danach wandern wir zur Piazza della Signoria, wo vor dem imposanten Palazzo Vecchio ein Duplikat des David von Michelangelo und viele andere Skulpturen und imposante Gebäude stehen. Von hier ist es nicht mehr weit zur Brücke Ponte Vecchi. Zum Abschluss des Tages genießen wir ein sehr gutes Abendessen in der Trattoria „Il Teatro“ in der Via degli Alfani.

10. Tag
Florenz
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Wir machen uns wieder zu Fuß auf zum Domplatz. Günter erklettert die sehr sehenswerte Kuppel, während ich draußen den Straßenmalern zusehe. Er genießt diesen Blick von oben und entdeckt im Morgenlicht noch weitere Fotomotive. Wir wandern zum Piazza della Signora und besichtigen den Palazzo Vecchio von innen. Auch hier kann man die Treppen hinaufsteigen und den Blick auf den Platz und die Umgebung von oben genießen. Weiter geht es zum Piazza Santa Croce zur gleichnahmigen Kirche, die von außen imposanter aussieht als von innen. Auf der Brücke Ponte Alle Grazie, wo man einen schönen Blick auf die Ponte Vecchi hat, überqueren wir den Fluss und wandern zum Piazzale Michelangelo unterhalb des Forte de Belvedere den „Hausberg“ hinauf. Hier hat man einen herrlichen Blick auf die Stadt. Zurück schlendern wir am riesengroßen Palazzo Pitti vorbei und gelangen über den Ponte Vecchi in die Uffici Gallerie. Hier stehen am Nachmittag viele Aktionskünstler mit denen man sich gegen ein Trinkgeld fotografieren lassen kann. Danach durchstreifen wir noch den westlichen Teil und entdecken immer neue imposante Palazzi und Plätze. Um unseren Beinen etwas Ruhe zu gönnen, setzen wir uns in eines der Straßencafés mit Blick auf den Palazzo Vecchio und schauen dem Treiben zu. Nach der Erholung wandern wir zurück zum Hotel, ruhen uns etwas aus und schwingen uns auf das Motorrad. Im Feierabendverkehr von Florenz wird Günter in 30km/h-Zonen von mit 80km/h fahrenden Vespas versenst. Danach passt er seinen Fahrstil den Landessitten an und mir wird angst und bange in dem Gewühle. Wir erreichen dennoch den Hausberg, um bei Nacht die angeleuchteten Gebäude wie Kirchen, Dom, Palazzi und Brücken zu genießen und natürlich fotografisch festzuhalten. Zurück geht es noch zum Domplatz und wir sind froh, ein Motorrad zu haben, sowohl fahrtechnisch als auch parkmäßig. Zurück zum Hotel, Motorrad abstellen und zu Fuß zum Abendessen, diesmal in das Restaurant „Accadi“, das in der Nähe des gestrigen liegt.

11. Tag
Florenz - Martigny
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Frühstücken, bezahlen und Aufbruch auf der A17 nach Lucca. In Florenz fällt hier und da mal ein Regentropfen. Auf der Fahrt etwickelt sich dies zum ausgewachsenen Regen und wir ziehen unsere Regenkombis an. Es herrscht wettermäßig Untergangsstimmung und wir beschließen, den Besuch in Lucca auf eine nächste Tour zu verschieben, denn bei solch einem Regen könnten wir uns nur das Innere von Kirchen, Museen und Palazzi ansehen. Auf der Autobahn A17 geht es zurück zur Küste und dort auf der A2 Richtung Norden. Langsam wird der Regen weniger und hört schließlich ganz auf, die Sonne kommt sogar wieder heraus. Es ist schon sehr später Nachmittag und reichlich kalt als wir den St. Bernhardinertunnel erreichen. Aber wir beschließen, den noch zu durchfahren, wer weiß wie morgen das Wetter hier aussieht. In Martigny finden wir etwas abseits der Hauptstraße das sehr gepflegte Sporthotel (110SF). Auf dem Balkon trocknen wir unsere Regenkombis und genießen die heiße Dusche und die Heizung im Zimmer. Im Restaurant des Hotels sind wir angenehm überrascht über das sehr gute Essen.

12. Tag
Martigny - Heidelberg
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Bei trockenem aber kühlem Wetter fahren wir zurück nach Heidelberg.