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Wir sind mit CONDOR Non-Stopp von Frankfurt nach Kuba / Varadero geflogen. Der Flug dauerte knapp 10 Stunden und kostete pro Person 548 Euro + 177,28 Euro Tax.
Für die Einreise benötigt man die Touristenkarte (Visum), die man bei der Botschaft für 25 Euro erhält. Bei einer Pauschalreise wird sie vom Reiseveranstalter automatisch mitgeliefert.
Da laut Reiseführer bei der Einreise 3 Übernachtungen nachgewiesen werden müssen, haben wir die Ankunftsnacht in Varadero und 2 Nächte in Havanna vorgebucht. Überprüft wurde dies allerdings bei der Einreise nicht.
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Im Hostal „Valencia“ in Havanna wurden uns aus unserem Zimmersafe 200 Euro, ca. 200 CUC und ca. 100 einheimische Peso gestohlen. Also „nur“ ein Teil des Geldes, so dass ein Nachweis schwierig ist. Wir hatten frisch 400 Euro getauscht und somit viele Scheine erhalten, daher ist uns der Diebstahl erst einen Tag danach aufgefallen.
Die Casa Particular Besitzer erzählten uns viel von Diebstählen und Einbrüchen. Darum wurde das Auto entweder vor dem Casa Particular zwangsbewacht (1-2 CUC pro Nacht) oder stand nachts in einer Garage, meist organisiert von den Casa-Besitzern. Sie legten immer großen Wert darauf, dass das Auto bewacht wurde oder in einer Garage stand. Trotz dieser Vorsichtsmaßnahmen verschwand ein Rückstrahler an unserem Auto.
In den Städten wurde das parkende Auto meist „zwangsbewacht“. Denn die selbsternannten Parkwächter wollen auch einen Teil vom Tourismus abbekommen. Wir haben uns persönlich nirgendwo unsicher gefühlt. Im Gegenteil, die Menschen waren sehr hilfsbereit und freundlich. Auch die Schlepper zu den Casa Particulares sind zwar lästig aber keinesfalls gefährlich. Auch sie wollen lediglich für ihren Dienst bezahlt werden. Die große Armut zwingt halt viele Menschen zum Betteln. Man wird von ihnen angesprochen aber nicht nachhaltig bedrängt.
Die überschwängliche Begrüßung und Betreuung in den Casa Particulares steht in keinem Verhältnis zu den Hotels. Bei den erstgenannten wurden einem die Koffer aus der Hand genommen, Willkommensgetränke gereicht und man wurde umsorgt. In den Hotels war man ein lästiges Objekt. Das Personal dort war unfreundlich und genervt, denn jeder Hotelgast könnte Arbeit bedeuten. Das bisschen Gehalt bekommt man hier ja schließlich nicht für Freundlichkeit oder Hilfsbereitschaft, sondern sowieso. Und dass es vielleicht Trinkgeld für diese Tugenden geben würde, scheint sich noch nicht rumgesprochen zu haben.
Also, wer sich nur in Hotels aufhält und geführte Ausflüge unternimmt, wird einen ganz anderen Eindruck von den Menschen erhalten als wenn man in den Privatpensionen übernachtet und unterwegs an Tankstellen oder auf Märkten und in den Orten nach dem Weg fragt oder sonst sich mit den Kubanern unterhält.
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Drei Peso Schein Der Peso hat in Kuba praktisch keine Bedeutung mehr, auch für die Kubaner nicht. Nur noch Lebensmittel an der Straße oder auf den Märkten können damit bezahlt werden. Der CUC (Peso Convertible) ist keine international anerkannte Währung. Er ist aber das Hauptzahlungsmittel. Bargeldtausch geht problemlos an den Banken (mit Reisepass) und an den Wechselstuben, wobei man für einen Euro ca. 1,37 CUC erhält (Stand Mai 2008). Für einen CUC erhält man 24 Peso. US-Dollar dürfen nicht mitgenommen werden! Bei Zahlungen mit Kreditkarte wird zur Zeit der CUC-Betrag um 8% erhöht und dieser Betrag wird dann in US-Dollar abgerechnet.
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Drei Peso Schein Die erste Nacht in Varadero und die folgenden 2 Nächte in Havanna sowie in Manzanillo, St. Lucia und Maria La Gorda haben wir in einem Hotel übernachtet. Alle anderen Nächte haben wir in Casa Particulares verbracht. Die Hotels sind preiswerter, wenn Sie in Deutschland vorgebucht werden. Da wir uns aber, außer in den ersten drei Nächten, nicht festlegen wollten, haben wir den etwas höheren Preis in Kauf genommen und nicht vorgebucht.
Das Doppelzimmer in den Casa Particulares kostet zwischen 20 bis 30 CUC. Sie hatten alle Klimaanlage und ein eigenes Bad (bis auf Havanna). Hinzu kommen dann noch (2,5 bis 4 CUC pro Person) fürs Frühstück und fürs Abendessen 7 bis 10 CUC pro Person. Die Preise sind abhängig von der Reisezeit. Von Schleppern gezeigte Casas werden mit 5 CUC pro Nacht zusätzlich berechnet, da der Schlepper diesen Betrag als Provision erhält.
Die Gasteltern waren alle sehr freundlich, hilfsbereit und herzlich. Man wurde wie ein Familienmitglied aufgenommen.
Die Adressen, Lage und Beschreibung unserer Übernachtungen gibt es hier. Weitere Informationen dazu sind auch in der Tourenbeschreibung zu finden. Casa Particulares sind im Übrigen mit nebenstehendem Symbol gekennzeichnet. Hat ein Haus nicht dieses Symbol, ist es auch kein Casa Particular und eine Übernachtung kann zu Problemen mit der kubanischen Obrigkeit führen.
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Wir haben von DER-Tour den kleinsten Mietwagen, einen Hunday Atos mit Klimaanlage und 5 Türen gemietet. Kosten für 26 Tage 1066 Euro plus Vollkaskoversicherung mit Selbstbeteiligung, 35 CUC für den vollen Tank und 3 CUC pro Tag für den Eintrag des 2. Fahrers.
Das Auto ist problemlos gelaufen und hat anstandslos die Schotterstrecken und Schlaglöcher mitgemacht. Es hat ca. 5 l Super pro100km gebraucht.
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Der Straßenzustand im Westen und Nordosten ist relativ gut, im Südosten z.T. katastrophal (siehe Tour). Heftige Regenfälle und Hurricans verschlechtern die Straßen immer wieder und nicht überall werden die Straßen wieder ausgebessert. Somit ist unsere Beschreibung sicher nur eine Momentaufnahme.
Die Benzinversorgung ist gut, in den kleinen Dörfern, besonders im Südosten, gibt es manchmal kein Benzin an den Zapfsäulen. Also vorsichtshalber immer in den großen Städten volltanken. Der Superbenzin kostet 0,90 CUC, Normalbenzin 0,65 CUC.
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Das Essen der armen Leute besteht morgens, mittags und abends aus schwarzen Bohnen mit Reis. Wir haben in unserem jeweiligen Casa Particular gefrühstückt und zu Abend gegessen. Somit genossen wir aus jeder Region die Sonntagsküche der reicheren Mittelschicht. Zum Frühstück stets Eier in allen Varianten (Rührei natur oder mit Schinkenwurst oder Käse oder Gemüse, Spiegeleier), dazu eine Art Chester-Käse, Schinkenwurst, Marmelade, manchmal Honig, dazu gab es guten Kaffee mit heißer Milch, frisch gepressten Saft und alle möglichen exotischen Früchte. In Baracoa gab es heiße (richtige) Schokolade. Abends konnten wir meist wählen zwischen Fisch, Languste, Huhn, Schwein und Rind. Dazu gab es Reis mit schwarzen Bohnen, frittierte Bananen oder Kartoffeln, Süßkartoffelbrei, Gemüse und Salate. In jeder Stadt bzw. Region wurden die Gerichte anders zubereitet und gewürzt. Dazu gab es manchmal Suppe und auf jeden Fall immer Obst, manchmal Eis.
In den Hotels fiel alles viel spärlicher aus, aber Eier gab es immer zum Frühstück. Das Abendessen war hier meist o.k., natürlich nicht so reichhaltig wie in den Privatpensionen.
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Impfungen sind nicht vorgeschrieben und Malariaprophylaxe ist auch nicht notwendig. Es empfiehlt sich also die übliche Vorsorge. Auch wenn es keine Malaria gibt, sollte vor allem in der Regenzeit ausreichend Mückenschutz mitgenommen werden.
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Das gemäßigte subtropische Klima mit seinen angenehmen Temperaturen macht Kuba ganzjährig zu einem beliebten Reiseziel. Die Durchschnittstemperatur liegt bei 25° Celsius. In der winterlichen Trockenzeit (November-April) ist es angenehmer als in den schwülheißen Sommermonaten (Mai-Oktober), in denen die Luftfeuchtigkeit 90 bis 95% betragen kann. Dies ist gleichzeitig die Regenzeit, in der Hurrikane mit Windgeschwindigkeiten von über 200 Stundenkilometern auf die Küsten Kubas treffen können. Im Südosten der Insel sind die Temperaturen im Durchschnitt etwas höher als im Westen. Die Sonne geht das ganze Jahr über gegen 6 Uhr auf, und gegen 18 Uhr wieder unter.

Wir waren im Mai in Kuba und hatten schwül-heißes Wetter. In den letzten Tagen entwickelte sich das Wetter durch mehrere Wolkenbrüche am Tag zum türkischen Dampfbad-Klima und wurde für Europäer unerträglich.
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Wenn man schon mal in Kuba ist, sollte man sich die Unterwasserwelt der Karibik nicht entgehen lassen, vor allem dann nicht, wenn man im Besitz eines Tauchscheines ist. So hat auch Günter Ausflüge in die Unterwasserwelt Kubas unternommen. Wer darüber mehr wissen möchte finden einen Bericht auf den Internetseiten des Tauchsportclubs Leimen e.V..
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  • Reise Know How: Cuba (2006)
    unentbehrlicher Reiseführer für Individualreisende mit vielen Informationen wie Adressen für Privatunterkünfte, zusätzliche Stadtpläne.

  • Nelles Guide: Kuba (2005/2006)
    als zusätzliche Information. Wenig im Info-Teil, z.B. keine Übernachtungshinweise.

  • ADAC: Reisefüher Kuba (2004)
    außer ein paar bunte Bilder und einem brauchbareren Sprachführer für Individualreisende nutzlos.

  • Dumont direkt: Cuba (2004) mit Karte
    Als zusätzliche Informationsquelle gut zu gebrauchen.
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  • Nelles Map: Cuba 1:775 000 Edition 2007
    Straßenführung und Kilometerangaben stimmen so weit, ungenau natürlich durch den großen Maßstab.

  • Dumont direkt: Länderkarte Cuba: 1:1 200 000
    Straßenführung stimmt in etwa, keine Kilometerangaben, durch den Maßstab nur als Richtlinie zu gebrauchen mit schnellem Auffinden der eingezeichneten Highlights.

  • GPS:
    Das Mitbringen eines GPS ist in Kuba nicht erlaubt. Wir haben das Gerät illegal ein- und wieder ausgeführt und stets bei Polizeikontrollen im Fußraum verschwinden lassen. Auch haben wir versucht, es stets vor den Kubaner zu verstecken.
    GPS-Karten für Kuba gibt es im Internet, aber sie sind allesamt ziemlich ungenau bzw. falsch. Wir haben mit Hilfe der Straßenkarte und Google-Earth unsere Routen ausgearbeitet. Vor allem aber die Ein- und die Ausfahrtstraßen in Havanna und Santiago eingespeist. In die Stadt hinein ist kein Problem, aber ein Herausfinden aus der Stadt ist ziemlich schwierig. Fehlende Hinweisschilder und ein ständiger Richtungswechsel durch das komplizierte Einbahnstraßennetz kann einen schon verwirren und eine Menge Zeit kosten.
    Wir hatten unser Hotel in Havanna eingepflegt und einige Adressen von Casa Particulares aus dem Reiseführer Reise-Know How. Da diese meist in der Nähe der uns unterwegs empfohlenen Casas waren, hatten wir es leicht, diese zu finden und Schlepper selbst auf den Fahrrädern abzuhängen.
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Botschaft der Republik Kuba
Stavangerstraße 20
D-10439 Berlin

Telefon   +49 (0) 30 916 118 11
Fax        +49 (0) 30 916 45 53
E-Mail:   embacuba-berlin@botschaft-kuba.de
Internet: http://www.botschaft-kuba.de/


Fremdenverkehrsamt Kuba
Kaiserstrasse 8
D-60311 Frankfurt/Main

Telefon:   +49 (0)69 - 28 83 22
Fax:        +49 (0)69 - 29 66 64
E-Mail:   info@cubainfo.de
Internet: http://www.cubainfo.de
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  • Tropikana Touristik
    Tourisikportal für Kuba

  • cubainfo.de
    Webseite des Fremdenverkehrsamt

  • cubatravel.cu
    Webseite des touristischen Ministeriums (deutsch), Reiseziele und Beschreibung, Unterkunft, Kultur, Gesundheit, Sportmöglichkeiten u.s.w

  • cubaweb
    offizielles Tourismus-Directory (spanisch/englisch), allgemeine und Landesinformation und Reiseziele

  • 1 click 2 cuba
    (englisch) allg. Information, Hotels, Restaurants, Nachtleben, Tauchen, Wassersport, Musik, Kultur