| Landesinformation |
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Die Mongolei, auch äußere Mongolei genannt, ist ein dünn besiedeltes Binnenland
(ca. 1,7 Einwohner pro km²) mit extremen klimatischen Bedingungen und liegt zwischen den
Großmächten Russland und China. Flächenmäßig ist die Mongolei das
sechstgrößte Land Asiens und mehr als 4 mal so groß wie die BRD. Die Entfernung
zwischen westlicher und östlicher Landesgrenze beträgt 2.392km, von Nord nach Süd
erstreckt sich das Land über 1.259km. Die Mongolei ist ein Hochplateau mit einer durchschnittlichen
Höhe über dem Meeresspiegel von 1.580m. Die Oberfläche des Landes ist in zwei
Teile geteilt: in den hohen, bergigen Nordwesten und in den niedrigen, flachen Osten und
Südosten bis zum Chingan und den Wüstengebieten der Gobi. Die höchste Erhebung ist der
Nayramadlin Orgil (Huyten Orgil) mit 4.374m und der tiefste Punkt ist der Hoh Nuur
mit 518m. Die Gesamteinwohnerzahl, knapp die Hälfte ist unter 20 Jahren, beträgt
2.400.000, die Hauptstadt ist Ulaanbaatar (Ulaan Baator) und hat ca. 700.000 Einwohner.
Die Staatsform ist eine Republik mit einem Mehr-Parteien-System. Nach 70 Jahren kommunistischer Herrschaft legte die Mongolei 1992 die Bezeichnung „Volksrepublik“ ab. Unabhängig von China ist sie seit 1921, von China völkerrechtlich allerdings erst ab 1946 anerkannt. Amtssprache ist mongolisch, kasachisch wird von etwa 5% der Bevölkerung gesprochen. Außerdem gibt es verschiedene mongolische Dialekte. Russisch können viele sprechen und verstehen. Englisch wird nur in den größeren Hotels von Ulaan Baator gesprochen. Religion: Lamaistischer (Gelbmützen) Buddhismus (90%), Minderheiten von Schamanen und Muslimen. Die nomadische Lebensweise, der Schamanismus und der ab dem 16. Jahrhundert dominierende Lamaismus haben die Mongolei kulturell geprägt. Während der kommunistischen Ära (1924-1992) wurden viele Traditionen brutal unterdrückt, sie erleben in jüngster Zeit wieder eine Renaissance. In den Schulen wird seit ca. 10 Jahren neben kyrillisch auch die mongolische Schrift wieder gelehrt. Kriminalität:Auf Märkten, in Einkaufszentren, im Kaufhaus und an touristischen Sehenswürdigkeiten (v.a. Gandan-Kloster in Ulaan Baator) sollte man sich vor Taschendieben in Acht nehmen. Angesichts der zunehmenden Zahl von gewalttätigen Raubüberfällen sollte man nach Einbruch der Dunkelheit in Ulaan Baator nicht allein durch die Stadt laufen und insbesondere schlecht beleuchtete Orte meiden. So die allgemeinen Warnhinweise. Wir haben diesbezüglich zum Glück keine schlechte Erfahrungen gemacht. Sehenswürdigkeiten:
Kulturelle Sehenswürdigkeiten sind nur wenige vorhanden dafür besticht das Land
mit seinen vielfältigen Landschaften und seinen Menschen.
Zentralmuseum (Saurierskelette und -Eier aus der Wüste Gobi) Umgebung von Ulaan Baator:
Terelj Nationalpark mit Schildkrötenfelsen Zuumod:
Mandsuschir Kid (alte Klosteranlage mit 20 Tempeln und 350 Mönche) Karakorum (Char Chorin) Hauptstadt des Dschingis Khan, Klosteranlagen von Erdene Zuu. Das Kloster ist umrahmt von 108 Stupas. Es ist das wohl größte und schönste Kloster der Mongolei. Heute leben in Erdene Zuu wieder mehr als 100 Mönche. Orchon: Wasserfall mit Schlucht. Naiman Nuur: 8 Gebirgsseen in herrlicher Landschaft Gobi: Yolin Am Schlucht (Geierschlucht), die auch im Frühsommer noch Eis hat. Chongoryn Els: 180km lange und 5-15km breite und 300m hohe Dünenkette. Sacksaulwälder Tsergin Zagan Nuur: Weißer See in Vulkanlandschaft. Chowsgul Nuur: Zweitgrößter See des Landes im Norden des Landes gelegen. Darchan: Kloster Amarbajasgalant und Geier-Massiv |
| Reiseverlauf |
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| 1. Tag |
Heidelberg - Moskau
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| Abflug mit der DBA von Stuttgart nach Berlin Tegel, wo wir auf Edelgard, Hamster und Stefan treffen. Wir checken zusammen ein nach Ulaan Baator. Nach einem gemeinsamen Begrüßungstrunk geht es ins Flugzeug. Zwischenstopp ist in Moskau, wo wir aus dem Flugzeug in den Transitbereich müssen, während das Flugzeug aufgetankt wird. Dann Weiterflug nach Ulaan Baator. |
| 2. Tag |
Moskau - Ulaan Baator
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Morgens um 8:30Uhr sind wir in Ulaan Baator. Passkontrolle und Zoll gehen zügig
und draußen erwarten uns Erich, Tsetsge und Zollo mit dem UAZ-Bus. Die drei
werden uns in der Mongolei begleiten. Erich, Mitarbeiter bei Mercedes Ulaan Baator
wird ebenfalls mit dem Motorrad mitfahren. Als ehemaliger Rotel-Tours Fahrer kennt er
einige Strecken und auch mit seinem Motorrad hat er schon einiges im Land erkundet.
Seine Frau Tsetsge spricht hervorragend deutsch und hilft uns bei den Zollformalitäten
für die Mopeds und ist unsere Dolmetscherin für unterwegs. Zollo ist der Fahrer
des Begleitfahrzeuges. Wir steigen im Palace-Hotel ab und fahren mit Tsetsge und Zollo zum Zoll. Der Container ist doch noch rechtzeitig bei Tuuschin (Partner von M&M) angekommen. Mittags gehen wir zum Chinggis Club essen, nachmittags wieder zum Zoll. Der in Deutschland angegebene Wert unserer Motorräder ist zu hoch und bedeutet, dass wir eine riesengroße Kaution zahlen sollen. Wir fordern ein Fax von M&M an, wo wir den Wert herunterrechnen und den Rest als Versicherung und Gebühren deklarieren. Somit reduziert sich die Kaution auf knapp 900 US$ statt der ursprünglichen 2500 US$. Dafür zahlen wir aber eine „Extragebühr“ von 50 US$ an die zuständige Zöllnerin. Abends treffen wir uns im Biergarten Ikh Khuraldai neben unserem Hotel. Es ist bis 22:30Uhr hell und wir sitzen mit T-Shirts bei Sonnenschein draußen. Wir sind positiv überrascht über das schöne warme Wetter in der Mongolei. |
| 3. Tag |
Ulaan Baator
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Wieder zum Zoll und Tsetsge schafft es bis zum Mittagessen die Mopeds durch den Zoll
zu bringen. Nach dem Mittagsessen geht es um 14:15Uhr zum Container-Lager von Tuuschin.
Der Container ist entgegen allen Versprechungen noch nicht im Lager sondern noch auf
dem Zug, er soll aber so schnell wie möglich gebracht werden. In der Zwischenzeit
fahren wir zum Ausländeramt und lassen die 35 Tage bestätigen (1000TG
Gebühr pro Person). Der Computer ist allerdings ausgefallen, so müssen wir die
Pässe noch dort lassen. Dann fahren wir wieder nach Tuuschin, der Container
wird geöffnet und wir sind geschockt. Die Motorräder sind durcheinadergewürfelt
und die Solos umgefallen. M&M hat sie nur schlampig verzurrt. Einiges ist eingedellt,
abgebrochen, jedoch nichts, was die Fahreigenschaften beinträchtigen könnte.
Wir wollen dann endlich aus dem Containerlager rausfahren, aber bei der Endkontrolle stellt
die Zollbeamtin fest, dass die Motornummer der Transalp nicht korrekt in den Papieren
eingetragen ist. Also fahren Tsetsge und Stefan noch einmal zum Zollamt, dort müssen die
Zollbeamten, die das verbockt haben, Strafe zahlen und nach 2 Stunden, um kurz vor
19:00Uhr ist dann alles korrekt und wir können endlich das Containerlager verlassen.
Wir stellen die Mopeds sicherheitshalber auf dem Werksgelände von Mercedes ab
und anschließend essen wir im Biergarten zu Abend.
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| 4. Tag |
Ulaan Baator
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Als Tsetsge zu uns ins Hotel kommt, hat sie bereits unsere Pässe vom Ausländeramt
abgeholt. Sie hat noch etwas zu erledigen bevor wir uns um Proviant und Ausrüstung kümmern
können. Also fährt Zollo uns zum naturhistorischen Museum, dem wir einen ausgiebigen
Besuch abstatten. Danach treffen wir uns mit Erich und Tsetsge in der Stadt zum Mittagessen.
Anschließend fahren wir mit Zollo und Tsetsge zum Schwarzmarkt und kaufen dort Lebensmittel,
Töpfe, ein großes Zelt, Kocher mit Kartuschen, Bier und Wodka und was man sonst noch
so braucht. Abends gibt es wieder Essen im Biergarten. |
| 5. Tag |
Ulaan Baator - Mandalgovi (180km)
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Wir holen die Mopeds zum Hotel und beladen den Bus mit unserem Campingequipment. Um 11:30Uhr
geht es los Richtung Süden. Nach 40km ist die Teerstraße zu Ende und es beginnt die
Schotterpiste. Obwohl es in den Tagen zuvor starke Gewitter gegeben hatte, ist die Piste
relativ gut befahrbar, es ist heiß und der Boden ist abgetrocknet. Nur eine tiefere
Schlammdurchfahrt gibt es. Nach ca. 100km Fahrt fängt der Stoßdämpfer der
Gespannmaschine an zu ölen und die Rückenlehne vom Beiwagen bricht ab. Und zu allem
Übel ist ein paar Kilometer später auch schon wieder der Beiwagenantrieb defekt (siehe
Reisebericht Oman).
Nach 180km (ca. 20km vor Mandalgovi) bauen wir abseits der Straße unser Nachtlager auf. Es
ist trocken aber windig und so bauen wir unser großes Gemeinschaftszelt auf, um darin
windgeschützt zu kochen.
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| 6. Tag |
Mandalgovi - Große Erdsteine (205km)
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In Mandalgovi lassen wir die Rückenlehne des Gespanns schweißen, ziehen noch
mal alle Schrauben am Seitenwagen nach und machen Mittag in der Schweißerhalle. Danach
fahren wir durchs Jurtenviertel Richtung Süd-Ost aus dem Ort heraus. Erst geht es auf
den Pisten entlang der Strommasten, bis wir merken, dass wir zu weit südlich sind. Also
biegen wir nach links ab und fahren quer Feld Steppe durch die hoppelige Wiese nach GPS den fernen
Erdsteinen entgegen. Irgendwann haben wir die richtige Piste gefunden und die fantastische
Silhouette des Gebirges rückt immer näher. An einer Jurte ist der Eingang zum Nationalpark
und wir werden informiert, wo wir zelten dürfen. Das Terrain erinnert stark an die Spitzkoppe
in Namibia. Wir bauen unsere Zelte in toller Bergkulisse auf und Stefan und Hamster basteln den
Seitenwagenantrieb auseinander. Leider müssen sie feststellen, dass er nicht mehr reparabel
ist. Also muss es fortan wieder ohne Antrieb des Seitenwagens weitergehen. Nach dem Essen kommt
der Nationalpark-Wärter und wir zahlen insgesamt 15000 TG als Eintritt. Dann klettert er mit
uns in eine Felswand zu einer offenen Höhle. Der alte Mann klettert wie eine Gazelle
die glatten Felswände hinauf und wir keuchen hinterher. Am Ende der Kletterpartie erwartet
uns ein toller Blick in die Ebene. Dann geht es den gleichen Weg wieder zurück, nur Erich,
Stefan und Günter klettern noch weiter und stoßen dann auf einem anderen Weg wieder
zu uns zurück.
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| 7. Tag |
Große Erdsteine - Zogd Owo (246km)
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Immer Richtung Zogd Owo, jeder sucht sich seine Piste, es laufen viele Pisten
parallel. Irgendwie hat man das Gefühl, immer die schlechteste Piste zu
erhaschen, wechselt zur nächsten, aber die ist auch nicht besser. Ziemlich
müde und kaputt von den anstrengenden Pisten erreichen wir das Ortschild
von Zogd Owo. Wir machen ein Foto vom Schild und die anderen fahren auf eine
Anhöhe zur Tankstelle (nur 76 Oktan für den Bus und die Kawasaki).
Als wir den anderen zur Tankstelle folgen wollen, geraten wir in den Tiefsand
des Flussbettes das man queren muß um die Tankstelle zu erreichen und
fallen mehr im Stehen als fahrend um. Es knackt in meiner Brust und ich bekomme
kaum noch Luft, habe starke Schmerzen und fahre dann im Auto weiter (insgesamt
sind 5 Rippen gebrochen, wie sich später zu Hause in Deutschland rausstellt).
Wir fahren noch ca. 10km hinter den Ort, da diese Strecke durch eine Senke führt,
die heute noch schön ausgetrocknet ist. Erich hat durch dieses Sumpfgebiet
schon mal sein Moped einen Tag lang durchschieben müssen. Wir bauen unser Camp auf, auch wieder unser Gemeinschaftszelt. Es zieht ein starker Sturm auf und wir bauen das Gemeinschaftszelt wieder ab, da es kaputt zu reißen droht. Dunkle Gewitterwolken kommen auf uns zu und es entstehen tolle Farbstimmungen am Himmel. Das Gewitter zieht zum Glück an uns vorbei. Ich helfe noch Kartoffeln zu schälen, esse mit und versuche dann ins Zelt zu kriechen. Die Schmerzen sind unerträglich und ich wähne mich mit dem Gedanken, morgen in Dalanzadgad ins Flugzeug nach Ulaan Baator zu steigen, um dort im Hotel zu warten, oder einen Flug nach Deutschland zu bekommen. Nur in einer Position auf der linken Seite kann ich ohne große Schmerzen liegen. Irgendwann schlafe ich dann vor Müdigkeit und auf Grund der Wirkung der Schmerzmittel ein. |
| 8. Tag |
Zogd Owo - Dalanzadgad (Tovshin Camp) (184km)
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Es geht mir schon viel besser und die Gedanken an Rückflug streiche ich wieder
und fahre weiter im Bus mit. In Dalanzadgad fahren wir zum Marktzentrum. Ich bleibe
mit Zollo beim Bus und den Mopeds während die anderen Einkaufen und ins Internet
Cafe gehen. Unsere Motorräder erregen viel Aufsehen und die Menschen wollen
alles anfassen und „begreifen“. Sie drehen an allen möglichen Schrauben
und wollen sich auf die Mopeds setzen. Zum Teil sind die auch sturzbesoffen und wir
müssen aufpassen, dass sie die Mopeds nicht beschädigen oder umwerfen. Nach dem
Einkauf tanken wir unsere Mopeds wieder voll, denn hier gibt es Benzin mit 93 Oktan.
Dann fahren wir weiter zum ca. 20km nordwestlich gelegenen Jurten-Camp „Tovschin“.
Auf der Hälfte der Strecke verliert Erich an seinem Motorrad das Antriebsritzel.
Wir bekommen das Ritzel wieder notdürftig fest und Erich kann noch mit dem
Motorrad bis zum Camp fahren. Nachdem jeder seine Jurte bezogen hat, duschen wir und Erich
lässt das Ritzel auf die Antriebswelle seines Mopeds schweißen. Im Restaurant
gibt es leckeres Abendessen und danach sitzen wir noch draußen und genießen
die Gewitterstimmung in den Bergen. Man kann sich gar nicht satt sehen und es werden
viele Fotos gemacht. Es ist gut, dass ich heute nicht ins Zelt krabbeln muss. Das liegen
auf den sehr harten Betten auf der linken Seite geht heute ganz gut.
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| 9. Tag |
Dalanzadgad (Tovshin Camp) - Dalanzadgad (Tovshin Camp) (162km)
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| Auch heute dauert es einige Zeit, bis wir die richtige Piste zum Chongorin Els gefunden haben. Wir fahren nordwestlich entlang des Gebirges. Nach ca. 80km ist das Ritzel von Erichs Kawasaki kaputt und die abspringende Kette hat zudem den Schalthebel abgebrochen. Zwei Stunden probieren wir mit allen möglichen Tricks, das Motorrad wieder halbwegs gängig zu machen. Aber mit dem uns hier zur Verfügung stehenden Werkzeug ist es unmöglich. Also Bus ausladen, die Kawasaki hinein, dann soviel Gepäck wie möglich wieder hinein. Der Rest wird auf die Motorräder verteilt und Erich fährt mit Günter auf dem Motorrad mit. Wir fahren zurück zum Camp, dort will Erich die nächsten 2 Tage das Moped wieder flott machen. Wir quartieren uns nochmals in den Jurten ein, Erich und Stefan beginnen sofort dass Motorrad zu zerlegen. Später genießen wir ein gutes Abendessen während es draußen stürmt und regnet. |
| 10. Tag |
Dalanzadgad (Tovshin Camp) - Chongorin Els (189km)
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Diesmal kommen wir zügig voran, weil wir auf die gestrige GPS-Route zurückgreifen
können. Bei einer Rast vergisst Stefan seine Sonnenbrille, was er aber erst ca. 40km
später bemerkt. Er entschließt sich zurück zu fahren, während wir Mittag
machen. Nach einer Stunde ist er zurück. Wir fahren über den Pass mit 2060m und
genießen den herrlichen Blick auf die Dünenkette. An der Riesendüne angekommen
(15km breit, 180 km lang und 300m hoch) fahren wir noch ein wenig Richtung Westen und stellen
unsere Zelte direkt an der Düne auf. Diese gehört wieder zu einem Nationalpark und
wir bezahlen 300TG Eintritt pro Person, der aber auch für die Yolin Am Schlucht gütig
ist.Tsetsge organisiert bei einer Nomadenfamilie für 25.000 TG ein spezielles Abendessen: Ziege in der Milchkanne. Wir fahren zur Nomadenfamilie und dürfen dort ungehindert fotografieren. Sie zeigen uns ihre verschiedenen Jurten: Koch-, Ess/Wohn- und Schlafjurte, wir schauen beim Melken der Ziegen zu und wie eine Ziege nach der hier üblichen Methode für uns geschlachtet wird: Die Ziege wird mit dem Rücken auf den Boden gelegt. Ein Nomade hällt die Ziege an den Hinterbeinen fest, der zweite Nomade kniet auf der Kehle der Ziege und schneidet die Bauchdecke auf, greift mit der Hand hinein in den Brustkorb und durchtrennt die Aorta mit den Fingern wodurch das Blut in die Lunge läuft. Dann wird das Fell abgezogen, die Ziege in Stücke geschnitten und aus der blutgefüllten Lunge wird Blutwurst hergestellt. Während dessen werden in einem Feuer große Kieselsteine erhitzt, die dann in einer großen Milchkanne abwechselnd mit Fleischstücken, Kartoffeln, Möhren und von uns mitgebrachten Gewürzen geschichtet werden. Eine Stunde gart nun das Gericht in dieser Milchkanne. Wir fahren zurück zu unseren Zelten. Stefan klettert mit dem GPS auf die Düne, um deren Höhe zu messen. Wir „älteren“ warten unten. Zollo holt dann die Kanne bei den Nomaden ab und wir öffnen die Kanne vorsichtig. Durch dieses Garverfahren hat sich Druck im Inneren aufgebaut. Jeder bedient sich erst vorsichtig, aber nachdem wir gekostet haben, sind wir begeistert von diesem Geschmack und nehmen uns alle noch mal reichlich nach. Es bleibt noch jede Menge Fleisch übrig. Ein wenig nehmen wir noch für Morgen heraus, den Rest geben wir zusammen mit ein paar Gastgeschenken den Nomaden zurück. |
| 11. Tag |
Chongorin Els - Dalanzadgad (224 km)
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Wir fahren noch einmal bei den Nomaden vorbei und bedanken uns. Sie schenken
uns ein paar Stücke Käse (milchgesäuerter getrockneter Quark).
Wir fahren zu nah an den Dünen entlang und versinken bald im Tiefsand.
Das Gespann bleibt stecken, Edelgard muss schieben und die Solofahrer kämpfen
ebenfalls. Wir fahren wieder etwas zurück und erwischen dann die richtige
Piste, die weiter nördlich parallel verläuft. Südlich des Gebirges
führt die Piste Richtung Dalanzadgad. Zum Mittagessen fahren wir von der Piste
nach Norden ab, durch ein sandiges Flussbett in eine Schlucht hinein. Zollo bleibt
mit dem UAZ stecken und hat auch noch einen Plattfuß. Wir essen die Reste
der Ziege in der Milchkanne, schieben den Bus aus dem Sand, Zollo wechselt den
Reifen. Danach geht es zurück zur Hauptpiste. Über einen Pass mit 2200m erreichen
wir das Camp wieder. Erichs Moped ist soweit repariert. Tsetsge bleibt mit Erich
im Camp, wir fahren mit Zollo etwas Richtung Yolin Am Schlucht raus in die Steppe
und schlagen dort unser Camp auf. Zollo repariert einen Reifen nach dem anderen
bis in die Dunkelheit.
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| 12. Tag |
Dalanzadgad - Yolin Am Schlucht- Mandal Owo (177km)
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Nach dem Frühstück holt Zollo Tstetsge ab und Erich kommt mit seiner frisch
reparierten Kawasaki mit. Quer Feld Wiese, statt über die gute Piste, geht es Richtung
Pass, wo wir vorher links abbiegen. Durchs Gebirge erreichen wir den Parkplatz der Yolin
Am Schlucht. Hier ist touristisch viel los. Wir sehen zum ersten mal einige Touristengruppen.
Tsetsge und Erich bleiben beim Bus und den Mopeds, denn Erich hat Probleme mit seinem Knie und
er kann schlecht laufen. Zollo, der selbst noch nicht hier war, läuft mit in die
Schlucht. Nach 3km durch die Hitze (fast 40 Grad) erreichen wir die enge Stelle, in der es
immer noch Eis gibt. Ein bisschen klettern wir noch übers Eis bis zur nächsten
Kurve. Wir kehren zum Parkplatz zurück und machen dort Mittag. Zurück fahre ich
wieder auf dem Motorrad mit. Es geht erstaunlich gut. Wir besichtigen noch kurz das Museum
und dann geht es weiter nach Dalanzadgad. Wir wollen noch mal einige Lebensmittel
auffüllen und Tanken. Die Jungs haben nichts anderes im Sinn, als zum Internet-Cafe
zu gehen. Ich gehe mit Tsetsge und Erich einkaufen. Dann geht es weiter nach Norden und
wieder gibt es Probleme, die richtige Piste zu erwischen. Die Piste wird dann ziemlich
sandig und ich ziehe den Bus vor. Irgendwie steckt mir der „Umfall“ in den
Knochen. Das gesteckte Ziel, die Sicheldünen, erreichen wir nicht ganz. Die Piste
war anstrengend und wir sind müde. Wir schlagen unser Zelt auf und irgendwie ist,
auf Grund von Missverständnissen und Fehlverhalten, dicke Luft entstanden, denn
Erich will nicht mehr mit der Gruppe mitfahren und die Reise abbrechen. Wir sprechen uns
aus und dann geht es auch wieder. Unsere Zeltplatzwiese besteht nicht aus Gras, sondern die grünen Büschel sind Schnitt- und Bärlauch. Soweit das Auge reicht. Damit verfeinern wir heute Abend unsere Erbsensuppe. Wir hören ein knatterndes Moped kommen, sehen aber keins. Es dauernd eine Weile bis wir merken, dass dieses Getöse der Leitbulle einer auf uns zu kommenden Kamelherde von sich gibt. |
| 13. Tag |
Mandal Owo – Tsaagan Owo (Camp) (173km)
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| Morgens weckt uns wieder der Kamelbulle mit seinen komischen Geräuschen. Vorbei an den Sicheldünen erreichen wir Mandal Owo, Erich betankt (76 Oktan) seine Kawasaki und wir brauchen wieder eine Weile, bis wir die richtige Piste nach Arweicheer gefunden haben. Wir fragen 2 Jungs auf einer Isch und sie führen uns hinaus. Das Camp erreichen wir nach Durchquerung eines kleinen Gebirges. Hier sind es 42 Grad und uns läuft die Brühe. Wir beziehen unsere Jurten, duschen und Edelgard und ich machen große Wäsche. Die halbmanuelle Waschmaschine erleichtert uns die Arbeit. Wir können alles draußen schnell trocknen. In der Restaurantjurte arbeiten die Jungs die neue Strecke zu Naiman Nuur auf Hamsters PC aus. Hier waren Tsetsge und Erich auch noch nicht. Anschließend wird die Route auf alle GPS gespielt. Abends gehen Günni, Tsetsge und ich zu der Attraktion der Gegend, den Klosterruinen von Tsaagan Owo. Eine Frau erklärt uns alles und Tsetsge übersetzt. Von der kommunistischen Regierung wurde die riesige Klosteranlage zerstört. Nun wird wieder ein Tempel und ein Museum aufgebaut. Regelmäßig kommen nun Mönche, die damals als Kindermönche überlebt haben, hierhin und bilden neue Mönche aus. |
| 14. Tag |
Tsaagan Owo - Arweicheer - Taragd (220km)
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Erst geht es durchs steinige und sandige Flussbett und nach 18km erreichen wir
den kleinen Ort Saychan Owo. Dort lassen Hamster und Erich mal wieder an ihren
Maschinen schweißen. Obwohl es heute bewölkt ist, ist es immer noch 34 Grad.
Vor Arweicheer müssen wir durch einen See, der zum Glück ausgetrocknet ist.
Hier gibt es Sacksaulbäume: kleine verkrüppelte Büsche, die nicht so sehr als
Bäume erkennbar sind. In Arweicheer Tanken wir wieder und kaufen ein paar
frische Lebensmittel ein. Edelgard und ich bewachen die Fahrzeuge. Es sind
wieder viele betrunken hier. Einen Sack Flöhe bewachen ist einfacher als hier
aufzupassen, dass alles an den Motorädern heil bleibt. Immer wieder wollen sie
sich auf die Mopeds setzen.Nach 7km Teer biegen wir nach Nordosten ab. Schwarze Wolken ziehen auf und wir schlagen unser Camp kurz hinter Taragd auf. Hier gibt es große Yakherden. Nach einem kurzen Schauer nieselt es so vor sich hin und Erich macht trotz Regen Feuer und brät sehr leckere Kamelspieße. Es regnet die ganze Nacht. |
| 15. Tag |
Taragd - Naiman Nuur (km)
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Im Nieselregen bauen wir unsere Zelte ab und durch tiefe Schlammpisten
geht es nach Ujunga. Hier tanken wir noch mal auf. Oberhalb des Flusses,
der einen tiefen Canyon gegraben hat, geht es auf einer sehr steinigen
Piste entlang. Für das Gespann ist es eine Tortour. Dann geht es
ins Tal hinunter und es warten wieder Matchpisten auf uns. Günni
rutscht mit der GS aus und ich falle wieder auf meine rechte Seite.
War aber diesmal nicht so schlimm, trotzdem ziehe ich es nun wieder vor im
Bus mitzufahren. Denn auf dieser rutschigen Piste hat es Günni etwas
leichter, wenn ich nicht mit auf dem Moped sitze. An einer Jurte müssen
wir mal wieder Nationalparleintritt bezahlen: 3000TG pro Person. 10km vor
dem See beginnt der sehr steile und matschige Aufstieg auf den Pass. Die
Solofahrer sind als erstes oben, aber Hamster wartet erst mal ab. Der Bus
quält sich bis auf 2/3 hoch, versucht mit Schwung und rückwärts
den Berg hochzukommen und schafft so nach und nach ein paar Meter bis dann
gar nichts mehr geht. Ein Nomade kommt mit dem Pferd und zeigt etwas weiter
rechts am Berg eine Passage, die etwas besser zu fahren ist. Er lädt uns
auch für den nächsten Tag in seine Jurte ein. Hamster und Zollo
schaffen es dort hinauf. Auf dem Pass (2780m) angelangt machen wir eine
kurze Pause. Eine Wiese mit vielen bunten Blumen lädt zum Verweilen nach
der Strapaze ein. Und dann riskieren wir einen Blick auf die andere Seite. Ein
genauso steiler Weg geht hinunter und unten liegt einer der acht Seen. Der
Abstieg ist steinig und weiter unten sehr matschig. Den gleichen Weg müssen
wir morgen wieder zurück. Der See liegt auf 2480m Höhe. Der Regen
hört auf und wir wandern ein wenig am See entlang. Stefan wandert weiter
in Richtung des nächsten Sees.Nachts regnet es wieder. |
| 16. Tag |
Naiman Nuur - Ujunga (75km)
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Morgens liegt der Nebel noch tief über dem See, dann klärt es sich ein
wenig auf. Günter fährt schon mal los, will die Stimmung von oben mit dem
Fotoapparat einfangen. Er bleibt allerdings erst mal im Matsch stecken. Stefan
schiebt an und irgendwann kommt er dann schon ziemlich endkräftet los. Hamsters
Gespann springt nicht an, mit dem Überspielkabel geht es auch nicht. Dann haben
wir das Gespann endlich am Laufen, aber auch hier gilt es erst mal mit Schieben den
Match zu überwinden. Wir fahren nur bis zur nächsten Kehre. Da liegt
Günters Moped in den Felsbrocken. Er hat sich sehr verletzt (4 Rippen gebrochen
und eine starke Schulterprellung, wie sich nach der Reise in Deutschland herausstellen
wird) und kann das Moped alleine nicht aufrichten. Nach dem das Moped aus den Steinen
gewuchtet ist, fährt Günter es noch bis auf den Pass, aber die Schmerzen
sind zu stark. Jetzt gibt es ein großes Tauschen der Mopeds. Stefan fährt
Günters BMW, Hamster fährt Stefans Transalp, Edelgard fährt das
Gespann und Tsetsge wird Beifahrerin im Gespann, damit Günter Platz im Bus hat.
Tsetsge erhält meinen Helm und meine Motorradjacke und von Edelgard noch eine Hose.
Die beiden Mädels meistern mit Bravour die schwierige Strecke den Berg hinunter.
Wir machen Stopp bei den Nomaden und werden herzlich in der Jurte empfangen.
Mädels und Jungs sitzen getrennt an den Seiten. Die Hausherrin sitzt neben dem
Ofen, die Kinder schauen uns neugierig und ein wenig ängstlich an. Mit unseren
Motorradsachen sehen wir auch ein wenig befremdlich aus. Der Hausherr lässt
eine Schale Milchschnaps vom 1. Brand (ca. 16%) umgehen. Der Hausherr spendiert
mit den Fingern zuerst ein paar Tropfen den Geistern. Dann reicht er die Schale
weiter. Dann gibt es Schmand mit Brot zu probieren. Und Anschließend wird
die leere Schnapsschale wieder aufgefüllt. Diesmal mit Milchschnaps aus dem
2. Brand (ca. 50%). Auch hiervon bekommen zuerst die Geister eine Kostprobe bevor
der Hauherr trinkt und die Schale weitergibt. Wir machen ein paar Fotos und der
Hausherr erzählt stolz von seinen Züchtungserfolgen. Wir überreichen die
mitgebrachten Geschenke und erhalten zum Dank eine ganze Schüssel Schmand. Am
Auto verteilen wir noch Bonbons an die Kinder. Den Schmand füllen wir um und,
da man keine leere Schüssel zurückgeben darf, legen ein Brot, Bier und
weitere Süßigkeiten in die Schüssel, bevor wir diese zurückgeben.
Dann geht die Fahrt weiter durch die matschige Ebene. Durch den Regen sind die Flüsse
höher und manche Flussdurchfahrten sind ganz schön tief geworden. Edelgard
nimmt eine zu schnell und die Bugwelle macht die beiden Mädels von Kopf bis
Fuß nass. Auf dem steinigen Plateau mit einigen Matchpassagen legt sich Stefan
mit der BMW hin. Zum Glück ist ihm außer Prellungen und ein paar blauen
Flecken nichts Schlimmeres passiert. Die BMW allerdings hat sehr gelitten. Die
rechte Seite ist gut demoliert: Lenker abgeknickt, Bremsflüssigkeitsbehälter
gerissen, Tank eingedellt, Bremsfußhebel verbogen, Koffer, Beifahrerfußraste,
Spiegel und Blinker abgerissen und andere Kleinigkeiten. Den Lenker und den Fußbremshebel
biegen wir provisorisch gerade, füllen etwas Bremsflüssigkeit nach und Stefan
fährt weiter. Wieder im Ort Ujunga angekommen, tanken wir noch mal. Dort zeigt man
uns einen Weg, wo wir nur 50km (statt 140km wie von uns als Route ausgearbeitet) bis zum
Orchon Wasserfall haben. Wir überqueren die erste Holzbrücke mit losen und
fehlenden Brettern. Die Strecke führt nun mehr oder weniger gerade aus über
die erste Hügelkette, insgesamt geht es aber über zwei ganz steile Pässe
hinauf. Der UAZ-Bus muss sich schaukelnd hinaufquälen. Nach dem 2. Pass (2385m)
und 25km hinter Ujunga suchen wir uns ein wenig am Hang mitten zwischen einer Yak-
und Ziegenherde unser heutiges Quartier. Stefan, Hamster und Günni versuchen
vergeblich die defekte Handbremse zu reparieren.
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| 17. Tag |
Ujanga - Orchon (153km)
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Nachts regnet es vor sich hin, auch morgens packen wir die Zelte im Nieselregen ein.
Im Tal biegen wir links ab. Nomaden weisen uns darauf hin, dass wir noch einen Berg
überqueren müssen. Es dauert etwas bis wieder alle zusammen sind. Dann geht es
durch ein matschiges Tal, durch 20 Flüsse und 2 Pässe hinauf. Hamster legt die
Transalp in den Matsch, Stefan die BMW, die Mädels fahren eine Böschung runter
und Tsetsge fällt aus dem Beiwagen. Alles zum Glück ohne Verletzungen. Der Bus
und auch das Gespann stecken mehrmals fest. Schließlich erreichen wir 113km nach
unserem Nachtlager den Orchon Wasserfall. Also war die angebliche 50km lange Abkürzung
insgesamt 140km lang, die wir dann in knapp 2 Tagen geschafft haben!Am Parkplatz zahlen wir wieder Eintritt in Höhe von 3000TG pro Person und wandern zum Wasserfall. Durch den Regen der letzten Tage führt er reichlich Wasser und auch hier tummeln sich einige Touristen. Danach fahren wir noch 40km am Orchon Fluss entlang Richtung Charchorin. Es führen einige wacklige Holzbrücken über die Flüsse. Wir kommen am Teufels Ellenbogen vorbei, wo sich der Orchon einen Knick in den Felsen gegraben hat. Kurz danach fahren wir ans Ufer, bauen schnell unser Nachtlager auf, bevor es zu regnen beginnt. Es gibt einen starken Sturm mit Wolkenbruch. Später am Abend ist es wieder trocken. |
| 18. Tag |
Orchon - Charchorin (80km)
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Morgens ist schönes Wetter und Günter macht eine Probefahrt mit
seinem Motorrad. Die Schmerzen sind noch arg, er kann das Moped noch nicht
halten, also wieder in den Bus. Anfangs ist das Terrain wieder arg matschig
und Stefan legt sich zweimal mit der BMW hin. Er hat die Schnauze voll und will
das schwere unhandliche Moped nicht mehr fahren. Also bleibt Günter nichts
anderes übrig als die noch verbleibenden 30km bis Charchorin selbst zu fahren.
Tsetsge hat sich so an das Beiwagenfahren gewöhnt, dass sie dort noch weiter
fahren will. Die beiden Mädels sind wirklich ein gutes Team geworden. Hamster
fährt also im Bus mit. 10km vor Charchorin beginnt eine schlechte Teerstraße,
für die in Charchorin 2800TG Maut für alle gezahlt werden muss. Wir
tanken alle Fahrzeuge auf und fahren hoch hinauf zum Jurtencamp Khuraldai Khan.
Von hier oben hat man einen guten Blick auf die Klosteranlage. Die Jurten sind sehr
geschmackvoll eingerichtet und diesmal in Blau gehalten.Hier in Charchorin gäbe es die Möglichkeit, die BMW auf einen LKW zu verladen und nach Ulaan Baator zu Mercedes zurückzubringen. Günter könnte dann den Rest des Urlaubs im Bus mitfahren. An sonsten muss er mit kaputter Schulter und Rippen und mit Schmerzen weiter auf der lädierten Maschine fahren. Die Entscheidung ist nicht leicht, doch schließlich will Günter mit dem Mororrad weiter fahren. Also bauen die Jungs den Lenker der BMW ab und fahren in den Ort. Zurück kommen sie mit einem Isch-Lenker, an den eine zusätzliche Querstrebe geschweißt wurde. Dann wird der Lenker befestigt und versucht alle Armaturen wieder anzubringen. Mit allen möglichen Mitteln, Schrauben, Klemmen, Isolierbändern, Kaltmetall versuchen sie dies zum Halten zu bekommen. Auch die Vorderradbremse wird noch mal versucht zu reparieren: Der Bremsflüssigkeitsbehälter wird mit Kaltmetall geflickt und Bremsflüssigkeit wieder nachgefüllt. Während der Schrauberei stürmt und regnet es immer wieder heftig. Wir duschen, aber für die letzten (Hamster und Erich) gibt es kein heißes Wasser mehr, das Personal hat selbst alles aufgebraucht. Etwas missgelaunt geht es dann zum Abendessen. Das fällt auch etwas dürftig aus: Es gibt ein paar Buuz und etwas Salat. Dann sitzen wir noch ein wenig draußen vor der Jurte, trinken ein paar Bier. Die Mädels heizen unsere Jurten an und im Nu herrscht darin eine höllische Hitze. Nach einer Stunde muss man spätestens nachlegen. Einmal in der Nacht gelingt mir dies, danach werde ich zu spät wach. Das Feuer ist aus und schnell wird es empfindlich kalt und wir ziehen uns warme Sachen an. Endlich werden diese mal benötigt. |
| 19. Tag |
Charchorin - Tsetserleg (164km)
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Günter fährt ein Stück und die Vorderradbremse ist fest. Mit der
Zange wird sie wieder gelockert und wir fahren zuerst auf den Hügel gegenüber.
Dort gibt es eine steinerne Schildkröte und einen schönen Blick aufs Kloster.
Souvenirhändler breiten ihr Decken aus. Dann fahren wir zu dem steinernen Penis.
Auch hier gibt es Souvenirhändler. Nun fahren wir vors Kloster und wir erhalten
eine 1½ stündige Führung in deutsch. Für den Eintritt sind 3000TG
pro Person plus 5000TG fürs Fotografieren fällig. Danach machen wir noch ein
paar Fotos vor dem Eingang des Klosters mit den Mopeds. An Günters BMW ist die
Vorderradbremse schon wieder rappelfest. Wir lösen sie wieder doch der Gasgriff ist
ist nun komplett lose. Da wir wieder umringt sind von vielen Menschen und schrauben
unmöglich ist, fahren wir raus aus der Stadt Richtung Tsetserleg und halten am
Straßenrand an. Mit allen möglichen Mitteln wird versucht den Gasgriff
zum Halten zu bekommen. Nach 1½ Stunde vergeblichem Versuch hat Hamster die
rettende Idee: mit der Grippzange klappt die Befestigung hervorragend - und dass sollte
bis zum Ende der Tour auch so bleiben.Die Teerstraße endet 1km hinter Karakorum. Hier beginnt eine neugeschobene Piste, die allerdings immer wieder in großen Passagen von der alten schlimmen Piste unterbrochen wird. 10km vor Tsetserleg beginnt guter Teer. Wir tanken wieder alle, die Mopeds fahren zügig durch den Ort und warten auf dem Pass. Tsetsge und ich gehen zur Markthalle, kaufen Gemüse und Fleisch. Im Schrauberfachgeschäft holen wir noch dicke lange Schrauben fürs Gepann. Dann treffen wir auf dem Pass auf die Mopedfahrer. 26km hinter dem Ort schlagen wir unser Camp auf, bevor ein starker Sturm und Gewitter mit Wolkenbrüchen aufziehen. Danach scheint wieder die Sonne und wir können uns mit den Schrauben vom Gespann beschäftigen, die nachgezogen werden müssen. |
| 20. Tag |
Tsetserleg - Tsergin Tsaagan Nuur (km)
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Es ist wieder trocken und sonnig und wir fahren über Ich Tamir, wo wir
800TG Wegezoll bezahlen müssen. Dann reißt beim Gespann die Getriebehalterung
ab und unsere gestern gekauften Schrauben kommen schon zum Einsatz. Erst ist die Piste
noch relativ in Ordnung. Dann wird sie immer übler, es geht einen Pass hinauf und im
nachfolgenden Tal über eine spektakuläre Brücke. Es wird schlagartig dunkel
und tischtennisballgroße Hagelkörner lassen die Landschaft in wenigen Minuten im
Schnee versinken. Die Schlaglöcher und Spuren der Piste sind voll mit Schnee und zu einer
geraden Fläche geworden. Die Fahrt wird zur Tortur. Günter quält sich langsam
voran, es ist glatt und die Spuren und Löcher in der Straße sind nicht mehr erkennbar.
Seine Schulter schmerzt, er kann kaum noch die Maschine in diesem Terrain halten. An der
nächsten Imbissbudenansammlung halten wir an. Es gibt heißen Milchtee und Nudelsuppe
mit Fleisch zum Aufwärmen. Hier wird wieder sehr viel an den Mopeds gefingert. Irgendwann
haben sie dann am Gespann den Kompass abgedreht.Es ist trocken und der Schnee ist weggetaut. Noch ein kurzer Blick in den Canyon und wir fahren auf schlammiger Piste weiter. Tariat lassen wir nördlich liegen und fahren unterhalb des Sees entlang noch 10km weiter. Auf einer Landzunge bauen wir unser Camp auf. Erich und Zollo gehen angeln. Aber es ist hier zu flach, Stefan und Hamster probieren auch noch ihr Glück, aber auch vergebens. Sturm kommt auf und dunkle Gewitterwolken ziehen heran. Wir ziehen uns ins große Zelt zurück. Zollo sucht einen tiefere Stelle und angelt unbeirrt bei Sturm und Regen weiter. Aber auch er hat leider kein Glück. Bleibt uns nur, eine Dose Ölsardinen zu öffnen. |
| 21. Tag |
Tsergin Tsaagan Nuur - 100km vor Murun (218km)
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| Nachts hat es geregnet. Zuerst fahren wir noch 30km südlich am See entlang. Nach unserer Routenplanung müsste hier ein Weg nach Norden gehen. Tsetsge fragt die Nomaden. Es gibt einen Weg, aber wir müssen durch den Fluss. Vor ein paar Tagen sei hier ein LKW von Norden hergekommen. Die Hauptroute (ca. 50km mehr) nach Norden geht aber noch ca. 20km weiter nach Westen und dann in die Berge. Wir entscheiden uns für die neu geschobene Hauptroute. Erich ist etwas sauer, er wäre gerne diese kürzere Piste gefahren. Nach 50km erreichen wir den Pass über das Tarvagatayn Gebirge. Er ist gut ausgebaut und der Bus kommt mühelos hinauf. Die Straße bleibt weiterhin gut und nach insgesamt 110km von unserem Nachtlager entfernt biegen wir nach Osten ins Tal ab. Erst ist die Piste noch gut, dann beginnt der Matscht und zwei tiefe Flüssen müssen durchquert werden. Günter hat es bis jetzt vermieden die Vorderradbremse zu ziehen, aber hier im Matsch war es unumgänglich und nun ist sie wieder rappelfest. Zur gleichen Zeit ist an Erichs Moped wieder das Ritzel abgefallen. Zollo lässt uns Werkzeug da und Stefan versucht die Bremse zu reparieren. Zollo fährt Tsetsge und Erich zum naheliegenden Dorf Shine-Ider, damit er dort wieder alles schweißen lassen kann. Die Vorderradbremse an der BMW kann nicht repariert werden. Also geht es nur noch ganz ohne. Zollo ist noch nicht zurück, so fährt Edelgard bei Stefan mit und ich setze mich aufs Gespann. In der Ebene kommt uns Zollo entgegen, dreht dann aber um und fährt vor uns weg. Edelgard kommt noch mit aufs Gespann und Stefan versucht, Zollo einzuholen. Hamster fährt wie ein wilder hinterher. Ich habe das Gefühl, das die Rippen ganz abbrechen. Stefan holt Zollo ein und er ist sichtlich erschüttert, dass er mich vergessen hat. Also dreht er um und holt mich ab. Es regnet und zum Spaß spannen Edelgard und ich den Regenschirm auf dem Gespann auf. Es muss köstlich ausgesehen haben. Ich steige wieder in den Bus um. 57km nach dem Abzweig von der Hauptpiste erreichen wir Shine-Ider. Dort wird in der Schweißerei gerade Erichs Kawasaki wieder fit gemacht. Im Dorfladen kaufen wir einen großen Fisch. Eine große Holzbrücke führt über den Ider und danach schlängelt sich die steinige Piste einen Pass (2500m) hinauf. Nach weiteren 32km bauen wir unser Camp auf. Noch einmal versucht Stefan die Vorderbremse zu reparieren. Es ist nicht möglich, also muss es ohne weitergehen. Auf unserer Camp-Wiese gibt es wilden Rhabarber und auch wieder vereinzelt Schnittlauch. Tsetsge bereitet abends leckeren gebratenen Fisch. |
| 22. Tag |
Shine Ider - Chuwsgul Nuur (210km)
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Morgens ist es 4 Grad kalt, aber sonnig. Wir kommen früh um 9.00 Uhr los. Es
gibt mehrere sehr steile Pässe (2140m) zu überqueren, wo sich der Bus
hoch quälen muss. Nach 80km hat der Bus keine Bremse mehr. Der Hauptbremszylinder
ist kaputt. Zollo, Stefan und Erich bauen den Hauptbremszylinder auseinander. Es
ziehen dunkle Wolken auf und Hamster, Edelgard und Günter fahren schon mal weiter,
um dem Regen zu entkommen. Im Regen reparieren die anderen die Bremse. Kurz vor
Murun an einer Brücke warten Hamster und Günter auf uns. Nach 110km vom
Nachtlager aus erreichen wir Murun, tanken und kaufen Bremsflüssigkeit für
den Bus. Aus dem Ort heraus erwischen wir mal wieder erst die falsche Piste. Tsetsge
fragt bei Nomaden und wir fahren unterhalb des Friedhofs Richtung Nordwesten raus.
Nach 26km erreichen wir einen Pass mit fantastischem Blick auf die Berge, die halb
in der Sonne und im Wolkenbruch liegen. Die Piste ist eine steinige Rappelpiste, danach
wird sie matschiger und es regnet. Nach 90km von Murun aus gibt es wieder eine Mautstelle
für den Nationalpark: 3000TG pro Person Eintritt. Mittlerweile regnet es in
Strömen und nach weiteren 10km erreichen wir den Ort Chatgal am Chuwsgul Nuur.
Am Ortsende fragt Tsetsge nach dem Jurtencamp. Wir müssen wieder zurück und
durch den Ort in den Wald. Dort ist die Piste nur noch Schlamm und der Weg hinunter
zum See eine einzige Rutschpartie mit dicken Schlaglöchern. Der Bus kämpft
sich zwischen dicken Wurzel und Schlamm den Berg hinunter. Ab und an stehen wir wieder
halb bergauf. Mir ist klar, dass diese Strecke für Günter unpassierbar ist.
Unten am See warten wir auf die Motorräder. Stefan kommt abgekämpft mit
seiner Transalp und Hamster steckt immer wieder fest mit seinem Gespann. Zollo,
Tsetsge und Stefan fahren mit dem Bus zurück zu Günter. Dort stellen
wir Günters Moped beim „Förster“ ab. Wieder unten am See
angekommen quälen sich Bus, Gespann und die beiden Solomaschinen noch mal ca.
1km durch Matsch und dicke Schlaglöcher zum Jurtencamp. Edelgard kommt den
letzten Rest zu Fuß, Stefan schiebt das Gespann mehrmals aus dem Sumpf. Vor
lauter Schieben und durchquälen vergessen wir ganz diese Tortour in Bildern und
auf Video festzuhalten.Das Camp liegt direkt am See, wir beziehen unsere Jurten, duschen und essen zu Abend. Die Mädels heizen unsere Jurten auf. |
| 23. Tag |
Chuwsgul Nuur (Chuwgul Dalai Camp)
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| Morgens um 7.30 kommen die Mädels und heizen den Ofen wieder an. Wir schlafen wieder ein. Nach dem Frühstück gehen wir spazieren bei 28 Grad und sonnigem Wetter. Heute können wir uns ausruhen und nachmittags haben wir eine Bootsfahrt geordert. Zollo, Hamster, Stefan, Günter und ich besteigen das Boot. Es dauert 15 Minuten bis der Motor anspringt. Wir fahren ca. 5m, dann geht der Motor wieder aus. Nach vielen vergeblichen versuchen und einer weiteren Viertelstunde kommen wir noch mal ein paar Meter weiter, bis der Motor wieder ausgeht. So geht das noch einige male und dann fahren wir an Land zurück. Über uns hat sich der Himmel rabenschwarz gefärbt und Hamster fährt sein Gespann auf der heute gut ausgetrockneten Piste den Berg hinauf zum „Förster“. Wer weiß, wie es morgen früh wieder aussieht. Zollo geht mit einem Jungen angeln und sie fangen zusammen drei kleine Fische. Nach dem Abendessen gibt es einen mongolischen Folklore-Abend für 3US$ pro Person. |
| 24. Tag |
Chuwsgul Nuur - Isch Uul (200km)
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Zeitig um 9.15 kommen wir vom Camp los. Eng besetzt fahren Edelgard, Hamster, Günter
Tsetsge und ich im Bus mit bis zum „Förster.“ Dort liefern wir 10.000TG
und ein paar Geschenke ab und bedanken uns für das Aufbewahren der Mopeds. In
Chatgal gibt es heute kein Benzin, so tanken Erich und Stefan aus dem Vorrat. Nach ca. 50km
ist die Bremse vom Bus wieder defekt. Nach 2-stündiger Reparatur geht es dann weiter
bis Murun. Dort können wir Geld (aber nur US$) tauschen und dann tanken (650TG pro
Liter 93-Benzin). Wir fahren nach Osten raus und haben noch ca. 10km gute Teerstraße,
bevor die Piste beginnt. 90km hinter Murun holt uns ein gewaltiger Sandsturm ein. Danach
gibt es ein Unwetter und es schüttet wie aus Kübeln. Hamster und Edelgard sind
vorausgefahren, der Rest wartet im Windschatten des Busses. Nachdem der Regen etwas
nachgelassen hat, fahren wir langsam auf der Matschpiste weiter. Stefan fährt voraus,
um Hamster einzuholen. Bei einer Jurte haben Edelgard und Hamster Zuflucht gefunden.
Da das Gespann versteckt hinter der Jurte steht, ist Stefan an ihnen vorbei gefahren.
Zollo und ich fahren hinter Stefan her, immer seiner Spur nach, die er im Matsch
hinterlassen hat. Auf einer Bergkuppe steht er dann und wir fahren zurück zur Jurte.
Dort dürfen wir auf der Wiese unsere Zelte aufbauen. Neugierig wird unser Treiben
beobachtet. Die Kinder helfen beim Zeltaufbau, Stefan fährt ein paar Runden mit den
Kindern auf dem Moped. Wir verschenken ein paar Dosen und die Kinder ziehen stolz damit ab.
Hier erfahren wir, dass im kommenden Nachbardorf morgen ein kleines Naadam Fest beginnt.
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| 25. Tag |
Isch Uul - Hutak (145km)
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Es ist trocken und wir packen zusammen. Die Kinder helfen beim Zeltabbau und wir
verteilen noch ein paar Geschenke und Lebensmittel an die Nomaden. Im nächsten
Ort auf einer Anhöhe stehen die Reiter in ihren festlichen Gewändern. Der
Zieleinlauf des Pferderennens ist gerade vorbei. Es fängt an zu nieseln
und wir fahren zum Festplatz. Dort stellen sich nach und nach die Ringer vor.
Immer paarweise treten sie vor, und laufen im Zeitlupenschritt um den Owo
herum. Es dauert ein paar Stunden, bis diese Zeremonie beendet ist. Drumherum
wird in den Jurten alles mögliche zu Essen bebrutzelt. Günter und ich
setzen uns in eine Jurte und essen für ein paar Tugrik Schachr mit Kartoffelsalat.
Anschließend setzen wir uns auf die Bänke und warten auf den Beginn der
Ringkämpfe. Günter wird zum Schnupftabaknaschen eingeladen. Er muss niesen,
was sehr schmerzhaft ist wegen seiner Rippenbrüche, was bei den Mongolen große
Heiterkeit hervorruft. Endlich beginnen die Ringer zu kämpfen. Hier schauen wir
eine Weile zu, denn man kann diese Kämpfe ganz aus der Nähe beobachten.
Wer weiß, wie das in Ulaan Baator im Stadion sein wird. Der Endsieger der
Ringer erhält ein Pferd als Preis. Das Wetter wird schöner und die Sonne kommt heraus. Dann gibt es noch einmal ein Pferderennen und Günter fährt zum Hügel hinauf, um den Ziel-Einlauf der Sieger zu fotografieren. Danach fahren wir weiter Richtung Osten. Unterwegs kaufen wir kleine Walderdbeeren, die Kinder am Straßenrand anbieten. Die Straße ist oft matschig doch meist gibt es über die Flüsse holprige Brücken. 10km hinter Hutak geht es über eine große Brücke, dann folgt eine sandige Piste. Dunkle Wolken ziehen auf und wir campen in der nähe des Flusses auf einer Anhöhe. Unsere Zelte stehen mitten in Cannabispflanzen. Es gibt viele Stechmücken hier und Tsetsge sammelt getrockneten Kuhdung. Mit einem angezündeten Windlicht darunter kokeln sie vor sich hin und wehren tatsächlich die Mücken ab. Wir legen noch ein paar Cannabissamen darauf, um den Duft zu verbessern. Der Duft ist aber dezent, es scheint keine gute Sorte zu sein. Ein Wolkenbruch übelster Sorte lässt uns ins Gemeinschaftszelt wandern. |
| 26. Tag |
Hutak- Ulaan Baator (565km)
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Es regnet die ganze Nacht und es ist kühl, als wir aufwachen. Zollo hat schon
früh sein Zelt zusammengebaut und im Auto weiter übernachtet. Dann kommt
ein Wolkenbruch, wie wir ihn bis jetzt noch nicht erlebt haben. Hamster und Edelgard
sind in ihrem Zelt und Günter ist ebenfalls noch in unserem Zelt. Der Rest sitzt
im Gemeinschaftszelt und hält an allen Ecken das Zelt fest. Der Sturm hat einige
Leinen losgerissen. Es regnet rein und wir stehen im Wasser. Nach dem Wolkenbruch regnet
es sich dann so richtig ein. Es sieht nicht aus, als ob es heute noch mal trocken werden
wird. Bei strömenden Regen packen wir unsere Zelte zusammen und müssen zunächst
von der durchweichten Wiese auf die Piste zurück. Jeder sucht sich seinen eigenen
Weg und schafft es irgendwie. Aber die Piste sieht nicht viel anders aus, stellenweise
gleicht sie mehr einem Flußlauf, dann eher einer Schlammgrube. Es geht nur langsam
vorran. Nach 115km erreichen wir Bulgan, wo wir 93 Oktan-Benzin tanken können. Es
nieselt nur noch ein wenig und 10km vor Erdenet ereichen wir eine Schlammsenke besonderer
Art. Einige Autos stecken fest, LKW’s sind in Gräben gerutscht. Die Solo-Fahrer
kämpfen sich tapfer durch den Schlamm, Zollo wühlt sich im unfreiwilligen
Zickzack durch die Senke. Hamster bleibt stecken und Zollo und Stefan fahren zurück.
Anschieben nützt nichts, zu tief ist der Schlamm. Hier hilft nur noch Abschleppen
mit dem Bus. Nach dieser Tortour erreichen wir dann die schlammige Einfahrt nach Erdenet.
Langsam, ganz langsam hört es auf zu regnen und hinter diesem großen Ort
beginnt endlich eine gute Teerstraße. Sie führt entlang großer Felder,
auf denen Korn und Gemüse angebaut werden. 70km hinter Erdenet gibt es den
ausgeschilderten Abzweig zum Amarbajasgalant-Kloster. Ursprünglich war dieser
Abstecher in unserer Reise geplant. Aber da es hier über einen sehr steilen Pass
gehen soll und vor allem wieder durch Sumpfgebiete, lassen wir diese Strecke aus.
Schlamm gab es heute schon genug.Die Jungs genießen die gute Teerstraße und lassen es gut angehen. Zollo kommt kaum hinterher und versucht Berg runter aufzuholen, in dem er ohne Gang fährt. Manchmal schafft es bis auf 120km/Std. Etwas mulmig ist mir schon zumute. Unterwegs gibt es 2 Kontrollen wegen der Maul- und Klauenseuche. Wir müssen durch Desinfektionsbäder fahren und Gebühren bezahlen. Hier erfahren wir, dass das Gebiet um das Kloster unter Quarantäne steht. Nach 170km von Erdenet entfernt erreichen wir bei Darchan die Teerstraße nach Ulaan Baator. Hier müssen wir wieder Wegezoll zahlen. Es ist schon 20.00 Uhr und wir könnten hier im Hotel übernachten, aber irgendwie drängt es die Jungs zurück nach Ulaan Baator. Wir warten noch auf Tsetsges kleine Nichte, die während des Urlaubs bei Ihrer Schwester war. Dann fahren wir weiter Richtung Ulaan Baator, das wir im Dunkeln erreichen. Im Palace Hotel gibt es keinen Platz, so räumen wir unsere Koffer wieder in den Bus und kommen dann kurz um Mitternacht im Peace-Bridge Hotel unter. Die Jungs fahren die Mopeds zum Mercedes Hof, Edelgard und ich beziehen schon mal die Zimmer, duschen und packen die nassen Zelte aus. Dann kommen auch unsere Jungs wieder und wir fallen todmüde ins Bett. |
| 27. Tag |
Ulaan Baator
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Obwohl wir um 9.00 Uhr im Frühstücksraum frühstücken wollten,
wird uns ein spärliches Frühstück um 8.30 Uhr aufs Zimmer gebracht.
Es gibt keinen Kaffee, nur einen Teebeutel allerdings ohne Wasser. Eine Bitte, uns
heißes Wasser zu bringen wird nicht entsprochen. Da der Computer im Hotel nicht funktioniert, laufen wir in die Stadt und versuchen im Internetcafé, M&M per e-Mail zu erreichen. Tsetsge erfährt beim Zoll, dass wir erst bei Tuuschin einen freien Container und dessen Nummer finden müssen bevor wir dort irgendwas machen können. Im Chez Bernard treffen wir Tsetsge und Erich. Nach einer kurzen Mittagspause fahren die Jungs mit Tsetsge zu Tuuschin. Wir beiden Mädels fahren mit dem Taxi zum Hotel und trocknen dort nach und nach die nassen Campingsachen. Abends treffen wir uns alle im Chinggis Brauhaus wieder. Dort erfahren wir, dass sie bei Tuuschin nichts erreicht haben uns statt dessen bei Mercedes Benz die Mopeds mit dem Dampfstrahler gereinigt haben. Wegen dem anstehenden Naadam Fest ist hier das öffenliche Leben stark eingeschränkt. |
| 28. Tag |
Ulaan Baator
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Diesmal frühstücken im Frühstücksraum, erhalten aber das gleiche
spärliche Essen, diesmal gibt es immerhin heißes Wasser für den Teebeutel.
Zollo kommt und wir ziehen um ins Palace Hotel. Wir verteilen die Gemeinschaftssachen,
schenken Zollo einen Karton Bier, der noch übrig geblieben ist, weil er unter dem
vielen Gepäck verschwunden war. Günter und ich fahren mit Tsetsge und Zollo
zum Naadam Stadion und besorgen dort die Tickets für den Sonntag. Es gibt spezielle
Touristenplätze mit 20US$ pro Person, die billigen Plätze der Einheimischen
dürfen wir nicht benutzen. Neben dem Stadion haben schon die Vorentscheidungen
für das Bogenschießen begonnen. Zollo und Tsetsge fahren in die Stadt zurück
und wir laufen ins Hotel zurück. Nach einer kurzen Lagebesprechung, essen wir etwas im
Biergarten und wandern dann zum Bogenschießen. Hier können wir ganz nah an die
Schützen heran und sowohl den Männer als auch dem Frauen zusehen. Die Frauen stehen
ein paar Meter näher am Ziel. Auch die Kinder schießen schon mit kleineren Bögen.
In dem Zelt nebenan wird das Knochenspiel-Tournier ausgetragen. Auch dies kann man aus der
Nähe anschauen. Dann schlendern wir zurück zum Biergarten und lassen dort den
Abend ausklingen.
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| 29. Tag |
Ulaan Baator
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Wir stehen zeitig auf und laufen zum Suchbaator Platz. Dort beginnt um 9.00 Uhr die
Zeremonie zur Eröffnung des Nadamfestes mit Blaskapelle und Reiterformationen.
Diese laufen dann einmal um den Häuserblock und weiter durch die Stadt zum Stadion.
Wir machen uns zusammen mit allen anderen Zuschauern ebenfalls zum Stadion auf. Rund
um das Stadion sind allerlei Imbiss- und Krimskramsbuden aufgebaut. Die Eingänge
sind noch geschlossen und so warten wir noch eine Weile bis wir hinein können.
Wir sitzen seitlich in der Kurve und haben somit einen großen Abstand zum Geschehen.
Der Präsident hält einen Ansprache und dann kommen viele verschiedene Folklore-,
Tanz-, Turn- und Reitergruppen zugleich auf dem Platz. Man weiß gar nicht wo man
hinschauen soll. Jede Gruppe, in tolle Gewänder gehüllt, führt irgendeine
Darbietung aus. Dann werden die Ringer vorgestellt und fangen an zu kämpfen. Wir
sind froh, dies schon mal hautnah auf dem kleinen Naadamfest gesehen zu haben. Gegen
Mittag verlassen wir das Stadion, gehen noch einmal bei den Bogenschützen vorbei,
aber hier ist heute viel mehr Trubel. Gestern konnten wir alles in Ruhe beobachten.
Danach laufen wir zum Winterpalast und können hier für 3000Tg Eintritt alles
in Ruhe betrachten. Wir lassen wieder den Abend im Biergarten ausklingen.
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| 30. Tag |
Ulaan Baator
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| Es ist immer noch Nadam und somit ist der Zoll und auch Tuushin geschlossen. Also fahren wir mit dem Taxi zum Gandan Kloster. Hier kann man kostenlos alle Gebäude von außen besichtigen. Nur das große Hauptgebäude, in dem die 25m hohe goldenen Budda-Statue steht, kostet 1000TG pro Person. Nach der Besichtigung laufen wir zurück Richtung Stadtmitte. Wir machen einen kurzen Halt im Khanbrauhaus und testen hier das Bier. Es ist wirklich nicht so gut wie das Chinggis Beer. Wir entdecken das nette Café Sacher, das von einer Österreicherin geführt wird. Die Bedienung ist hier viel freundlicher und aufmerksamer als im Chez Bernard. Außerdem sind hier auch die Getränke und Speisen günstiger. Dann bummeln wir zum Suchbaator Platz und organisieren an der Oper Karten für die Abendvorstellung der Mongolian Song and Dance Acedemie, eine Folklore-Abend für Touristen. Die Vorstellung ist eine schöne Mischung aus traditioneller Musik, Gesang und Tanz mit sehr farbenfrohen Trachten. |
| 31. Tag |
Ulaan Baator
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Auch heute ist immer noch Nadam, also Feiertag und wir überlegen,
was man noch in Ulaan Baator alles so machen kann. Uns fehlt noch der
Blick auf die Stadt von oben. An der Rezeption lasse ich mir den Namen des
Aussichtsberg es auf kyrillisch aufschreiben, zeigen das einem Taxifahrer und
lassen uns auf den Berg hinauffahren. Nachdem wir noch ein paar Treppen
hinaufgeklettert sind, haben wir von hier oben einen schönen Blick auf Ulaan
Baator. Von dort lassen wir uns zum Lenin-Museum fahren. Hier soll es laut
Reisführer eine skurrile Bar mit Leninbüste geben. Die Bar gibt es
nicht (mehr) aber eine Leninbüste. Das Museum selbst ist geschlossen. Dann
laufen wir Richtung Suchbaator Platz und machen einen kurzen Zwischenstopp
im Sacher Café. Hinter dem Suchbaator Platz finden wir das MIAT-Büro.
Optimistisch wie wir sind, denken wir, dass der Zoll am Donnerstag Abend erledigt
ist und wir Freitag schon zurückfliegen könnten. Aber es gibt keine freien
Plätze mehr. Dann wandern wir zu Fuß zur Kaiser-Jurte. Dort werden
gerade die Tische für den Abend vorbereitet. Mit dem Taxi lassen wir uns
wieder zum Suchbaatoor Platz bringen, kosten im Mongolian Beer-Zelt das dortige
Bier und essen leckere Spieße. Das Bier ist ebenfalls gut trinkbar, es gibt
sogar akzeptables Weizenbier.
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| 32. Tag |
Ulaan Baator
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Die Jungs treffen sich mit Tsetsge bei Tuuschin, um dort eine Container-Nummer zu bekommen.
Edelgard und ich gehen in die Stadt, noch Souvenirs suchen. Wir treffen uns dann nachmittags
alle im Café Sacher. Danach haben Edelgard, Stefan und ich einen Termin bei einer
koreanischen Massage (20 €). Wir müssen uns eine Art Schlafanzug anziehen und
werden zusammen in einem Raum behandelt. Eine ganze Stunde werden wir geknetet bis über
die Schmerzgrenze, die Mädels knien sich auf einen und bohren neben den Fäusten auch
die Knie in den Leib. Mir ist es teilweise zu heftig. Anschließend erhalten wir von
Günter, dem Braumeister der Chinggis Brauerei, eine sehr interessante Exklusivführung
durch die Brauerei. Hier erfahren wir auch,
was der Dalai Lama so empfiehlt.Das Abendessen nehmen wir im Braurestaurant zu uns. Hier trifft sich wieder die „deutsche“ Fraktion von Ulaan Baator. Von Fahrern und Reiseleitern des Reiseunternehmens Rotel Tours erhalten wir spannende Einblicke in die Welt dieser Art zu reisen. Wir lernen auch Zollo’s Schwester kennen und sie erfährt, wie rundum zufrieden wir mit ihm waren. |
| 33. Tag |
Ulaan Baator
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Tsetsge fährt mit unseren Jungs zum Zoll und erledigt die Formularitäten. Dabei
ist Kondition gefragt, denn sie wird von Schalter zu Schalter gejagt, die auch noch auf
verschiedenen Stockwerken liegen. Probleme gibt es noch mit der Kaution: die wird erst
zurückgezahlt, wenn der Container mit den Motorrädern außer Landes ist. Wir Mädels packen unterdessen und verbringen den Rest des Tages im Biergarten. Abends essen wir dort zusammen. |
| 34. Tag |
Ulaan Baator
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Auch heute ist wieder Zolltag mit Tsetsge und den Jungs. Im Hotel wird heute
Morgen ab 10.00 Uhr der Strom abgestellt und somit gibt es dann auch keinen
Fahrstuhl mehr. Edelgard und ich schaffen schnell noch alle Koffer, Taschen
und Klamotten, die mit in den Container sollen, nach unten und lagern alles
vor dem Hotel. Im Schatten mit Blick auf die Sachen warten wir auf die Jungs
mit den Mopeds. Dann kommt ein Anruf und wir erfahren, dass der Container von
Tuuschin schon mal vergeben wurde. Tsetsge muss eine neue Nummer holen und
beim Zoll alles noch einmal machen. Heute ist Freitag, wir sind in Sorge, ob
das noch alles klappt. Die Jungs kaufen noch Spanngurte und Nägel und
kommen mit den Mopeds zum Hotel. Dort beladen wir alles und machen die Mopeds
fertig für den Container. Die beladenen Mopeds im Blickfeld, setzen wir
uns in den Biergarten und warten auf Tsetsge. Nach ein paar Stunden kommt sie
abgehetzt aber mit allen nötigen Papieren für den Zoll. Die Umschreibung
der Container-Nummer ging relativ zügig und Tuuschin musste Strafe zahlen.
Der oberste Geheimdienstchef ist bestens über unseren Trip durch die
Mongolei informiert, begrüßt uns und inspiziert unsere Mopeds.
Danach fahren wir alle zu Tuuschin, die Jungs mit den Mopeds, wir Mädels
mir dem Taxi. Dort erhalten wir unseren Container und wir verzurren zuerst
Stefans Transalp, dann Günters BMW. Die Jungs von Tuuschin befestigen die
Mopeds noch mal mit Holzkeilen und unseren mitgebrachten großen Nägeln.
Dann fährt Hamster sein Gespann in den Container und es wird ebenfalls von den
Tuuschin-Arbeiten mit Keilen zusätzlich befestigt. Die Dame vom Zoll nimmt den
Container ab und verplombt ihn. Zurück geht es zum Biergarten. Hier trifft sich
wieder die deutsche Fraktion von Ulaan Baator: der Kanzler der deutschen Botschaft
begrüßt uns, auch er weiß alle Einzelheiten von unserer Reise. Deutsche
Geologen gesellen sich zu unserem Tisch und wollen weitere Details zu unserer
Reise hören, einiges wussten sie schon. Wir sind in Ulaan Baator bekannt wie
bunte Hunde.
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| 35. Tag |
Ulaan Baator
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Es gibt ein wenig Hektik wegen unserer Zimmer. Tsetsge hatte unsere Zimmer vorab nur bis Freitag
gebucht. Doch wir hatten am Anfang unserer Reise eine Anzahlung bis Sonntag geleistet. Nach
Anfangs großen Turbulenzen dürfen wir dann doch bleiben. Es wäre etwas unschön
gewesen, wegen einer Nacht noch mal umziehen zu müssen. Wir wandern in die Stadt und klappern
noch mal einige Souvenirläden ab. Stefan sucht noch einen Hut und einen typischen Mantel.
Zwischendurch gibt es immer mal wieder eine Rast beim Café Sacher. Am Abend treffen wir
uns im Chinggisbrau-Restaurant. Es ist unser letzter Abend. Zollo hat schon wieder einen neuen
Auftrag: Er ist schon seit ein paar Tagen mit Touristen unterwegs. Er wird uns morgen leider
nicht zum Flughafen fahren können. Schade, wir hätten uns sehr gerne noch mal von ihm
verabschiedet.
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| 36. Tag |
Ulaan Baator - Heidelberg
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| Wir stehen früh auf und nehmen schon mal alle Taschen mit ins Foyer. Dann gibt es ein rasches Frühstück. Tsetsge und Erich kommen pünktlich um 7:15 Uhr mit einem Bus. Wir packen alles ein und ab geht es zum Flughafen. Wir zahlen noch die Flughafengebühr und verabschieden uns von den beiden. |