Anreise down

Die MIAT fliegt von Berlin/Tegel mit Zwischenstopp in Moskau nach Ulaan Baator. Die Flugzeit von Berlin nach Moskau beträgt 2 Stunden 15 Minuten, dort hat man 40 Minuten Aufenthalt, die Flugzeit von Moskau nach Ulaan Baator beträgt 6 Stunden 15 Minuten).

Hinflug von Berlin/Tegel: Ablfug sonntags 14:50Uhr, Ankunft in Ulaan Baator am nächsten Tag 7:25Uhr.
Rückflug von Ulaan Bator: Abflug sonntags 9:30Uhr, Ankunft am gleichen Tag in Berlin/Tegel um 12:45Uhr.
Preise ab 950 € pro Person + Tax.

Für die Einreise ist ein Visum erforderlich. Das Antragsformular erhält man bei der Botschaft oder man kann es aus dem Internet bei Mongolei online als PDF-Datei herunterladen. Benötigt wird ein 6 Monate gültiger Reisepass und ein Passbild. Die Visagebühr beträgt 35 €.
Bearbeitungszeit: 7-10 Tage, das Visum ist nach Ausstellung drei Monate gültig.

Das Visum selbst ist 30 Tage gültig. Wir haben auf Wunsch und mit ein wenig Überredungskunst am Telefon ein Visum für 35 Tage erhalten. In Ulaan Baator muss man sich allerdings bei der Ausländerbehörde anmelden, wenn man länger als 30 Tage bleibt.

Unterkunft up down

Hotels gibt es wenige, die meisten sind in Ulaan Baator. Unterwegs gibt es mittlerweile viele Jurten-Camps.

In Ulaan Baator waren wir in den folgenden Hotels:
Palace Hotel gegenüber dem Stadion. Doppelzimmer 89 US$ mit gutem Frühstücksbuffet und freundlichem Personal. Kostenlose Benutzung des Buissiness-Centers (Internet).
Peace Bridge Hotel, Luftlinie ca. 100m vom Palace Hotel entfernt, Doppelzimmer 83 US$ mit schlechtem Frühstück und unfreundlichem Personal.

Jurten-Camps haben wir in Dalanzadgad, Saychan Owo, Charchorin und Chuwsgul Nuur aufgesucht. Die Voucher dazu haben uns unsere Begleiter Erich und Tsetsge in Ulaan Baator für 20 US$ pro Person besorgt, ansonsten kosten sie vor Ort 30-35 US$ (genaue Beschreibung dazu siehe
Route)

Ansonsten haben wir unterwegs vorwiegend in unseren Zelten geschlafen. Es gab nie ein Problem, abends etwas abseits der Straße, einen geeigneten Platz zu finden. Selbstverstänlich verläßt man den Platz in dem Zustand, wie man ihn vorgefunden hat. Insbesondere nimmt man seinen Müll mit und lässt in nicht einfach in der Landschaft liegen wie es am Orchon-Wasserfall und den großen Erdsteinen schon zu beobachten ist.

Motorradtransport up down

Beim Motorrad-Transport im Container kommt man an der Spedition M&M (Militzer und Münch) nicht vorbei. Sie ist auf Transporte nach Asien spezialisiert, insbesondere für Transporte in die Mongolei.

Es gibt zwei mögliche Transportwege:
via Russland mit der transsibirischen Eisenbahn, Laufzeit ca. 30 Tage
oder
der Seeweg von Hamburg nach China, von dort per Bahn in die Mongolei, Laufzeit ca. 45 Tage
Die Preise für einen 20 Fuss Container liegen zwischen 3100,00 und 3500,00 € einfache Strecke.

Bei Verladung über China können problemlos alle Dinge des persönlichen Gebrauchs mitgegeben werden, wobei eine einfache Packliste genügt. Beim Transport mit der transsibierischen Eisenbahn durch Russland muss alles genau aufgelistet werden, mit Gewicht, Verpackung, Warentarif-Nummer und Einzelpreis. Daher empfiehlt auch M&M den Transport über China, wenn neben den Motorrädern sehr viele private Gegenstände mit in den Container geladen werden sollen.

Eine Verpackung in Kisten ist nicht erforderlich, die Motorräder werden von M&M im Container gesichert, was aber nicht sehr sorgfältig gemacht wurde (siehe Route).
Für die Ausfuhr wird benötigt:
Proformarechnung / Packliste in Englisch bei China, in Deutsch via Russland
Ausfuhrerklärung

Wir haben uns für den Transport über China entschieden und die Motorräder 8 Wochen vorher nach Stuttgart gebracht. Da der Container mit unseren 3 Motorrädern nicht voll war, hat Herr Stäudle von M&M noch eine Zuladungen gefunden. Dadurch wurde der Transport für uns günstiger.
Trotz der langen Vorlaufzeit war bis zu unserem Abflug nicht sicher, ob der Container rechtzeitig in Ulaan Baator eintreffen würde. Es gab wohl Probleme in China. Angeblich gab es keine Wagons zum Transport.

Es besteht auch die Möglichkeit die Motorräder als Luftfracht nach Ulaan Baator zu transportieren. Dies wurde aus Kostengründen von uns jedoch nicht in Betracht gezogen.

Essen und Versorgung up down

In Ulaan Baator gibt es Restaurants für alle Geschmacksrichtungen. Meist haben wir im Biergarten Ikh Khuraldai gespeist, der neben unserem Hotel liegt und genau wie das Chingis-Brauhaus sehr gute deftige deutsch-mongoIische Speisen anbietet.
Im Norden gibt es an den Hauptrouten kleine Imbiss-Stuben. Diese bieten Milchtee, Nudelsuppen mit Fleisch, Buuz und Schoschr (Teigtaschen mit Kamel- oder Rindfleisch) an.
Bei den Jurtenübernachtungen gab es typisches Frühstück (Milch- bzw. Reisbrei mit Butter, Würstchen mit Reis, oder Brot mit Gelee) und Abendessen (Kartoffel-, Möhren- und Krautsalat mit Fleischgerichten der Region wie Rind, Schaf, Kamel).
Unterwegs haben meist Erich und Tsetsge leckere Gerichte gekocht: Krautsalat, Gulasch, Nudeln, Reis, Kartoffeln, Kartoffelpüree, Suppen. Eine besondere Delikatesse waren Kamelfleischspieße mit Zwiebeln und Paprika. Ein weiterer kulinarischer Höhepunkt war Ziege in der Milchkanne, die Tsetsge bei Nomaden am Chongorin Els für 25.000 TG organisiert hat (siehe Routenbeschreibung).
In Ulaan Baator erhält man alles was man braucht. Den Großeinkauf kann man auf dem ehemaligen Schwarzmarkt oder in einem der vielen Supermärkte machen. Camping-Ausrüstung ist auch im State Departement Store zu bekommen. Allerdings haben wir die uns bekannten Gaskartuschen für die Gaskocher nirgendwo gefunden. Entweder man benutzt Benzinkocher oder besorgt sicht für ca. 15.000 TG einen mongolischen Gaskocher mit den entsprechenden Kartuschen.
Auch in den Aimag-Zentren kann man fast alles kaufen (entgegen dem Hinweis des Reise Know Hows). Riesige Markthallen bieten in den Sommermonaten Gemüse und Fleisch im Überfluss an. Wasser, Limonaden und sogar Bier kann man dort kaufen. Die entsprechenden Läden dafür muss man manchmal erfragen. Mich hat sogar das reichliche Angebot an Grundnahrungsmittel in den kleineren Som-Orten erstaunt. Hier erhält man vor allem die einheimischen Produkte wie Fleisch, Kartoffeln, Reis, Nudeln, Kohl, Zwiebeln, Rüben, Karotten, Salatgurken, Tomaten und manchmal auch Paprika.
Benzin:
Auch die Benzinversorgung war viel besser als erwartet. In den Aimag-Zentren gibt es Benzin mit 93 Oktan, man muss aber oft danach fragen. Kleine Tankstellen mit 76 Oktan gibt es fast in jedem Ort, also ca. alle 100-150km. Superkraftstoff gibt es nur in Ulaan Baator und dass auch nur an wenigen Tankstellen.
Gekostet hat das Benzin in Ulaan Baator zu Anfang des Urlaubs 520 Tg pro Liter, am Ende der Reise kostete es in Ulaan Baator 615 TG und in Murun war das 93 Oktan-Benzin mit 650 TG am teuersten.

Gesundheit up down

Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amtes empfiehlt als sinnvollen Impfschutz: Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über drei Monate auch Hepatitis B evtl. noch Tollwut und Typhus. Beratung durch einen erfahrenen Reise- bzw. Tropenmediziner und den Hausarzt ist empfohlen. Durch hygienisches Essen und Trinken (nur abgekochtes, nichts lau aufgewärmtes) können die meisten zum Teil auch gefährlichen Durchfälle und viele Infektionserkrankungen ganz vermieden werden. In der Mongolei gibt es endemische Pestgebiete. Gefahr der Übertragung besteht jedoch nur bei direktem Kontakt infizierter Nager (vor allem Murmeltiere) oder von deren unverarbeiteten Produkten. Leitungswasser sollte abgekocht und Obst und Gemüse vor der Verwendung reichlich gespült werden.
Es gibt zwar jede Menge Mücken, aber sie übertagen keine Malaria.

Klima up down

Das extrem kontinentale Klima ist gekennzeichnet durch lange, trockene Winter und kurze Sommer. Die insgesamt geringen Jahresniederschläge fallen hauptsächlich im Sommer (Juli bis September). Mit über 260 Sonnentagen im Jahr ist die Mongolei "Das Land mit dem blauen Himmel". Die Jahresdurchschnittstemperatur in Ulaan Baator liegt unter dem Gefrierpunkt. Die beste Reisezeit für Touristen ist von Juni bis Anfang Oktober. Die Luftfeuchtigkeit ist sehr gering.

Lange arktische Winter sind Normalität. In der Wüste Gobi kann man bis April noch Schnee finden und einige Seen sind bis Juni zugefroren. In der Wüste Gobi betragen die Temperaturen leicht + 40°C im Sommer und im Winter geht es schnell unter - 30°C. Die Abende im Sommer können schon ein wenig kalt werden. Im Frühjahr und Herbst muss bereits mit Frost gerechnet werden und -50°C im Winter ist keine Seltenheit. Der Unterschied zwischen den Tag- und Nachttemperaturen beträgt oft mehr als 20ºC.

Die Mongolei ist ein recht windiges Land. Wir hatten Sonne mit Hitze von 42ºC, Sandstürme, Orkane, Wolkenbrüche, Hagelschauer und Nieselregen, manchmal an einem Tag alles nacheinander. Meistens hatten wir jedoch T-Shirt-Wetter. Nur selten und dann zumeist abends oder nachts haben wir die dickeren Pullover ausgegraben.

Winter ist in Ulaan Baatar von Oktober bis April, die tiefsten Temperaturen sind dort im Januar/Februar (bis -30°C). Hier die Klimadaten:

Monat Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
  durchschnittliche
Höchsttemperaturen in °C  
 -18,9  -12,8   -3,9   6,7   12,8   20,6   21,7   20,6   14,4   6,1   -5,6  -16,1
  durchschnittliche
Tiefsttemperaturen in °C  
 -32,2  -29,4  -21,7   -8,3   -1,7   6,7   10,6   7,8   1,7   -7,8  -20,0  -28,3
durchschnittlicher
Niederschlag in mm
0 0 3 5 10 28 76 51 23 5 5 3

Literatur up down
Karten up down

In Deutschland gibt es keine brauchbaren Karten zu kaufen. Am besten sind noch die alten russischen Militärkarten im Maßstab 1:100.000 und 1:50.000, die es allerdings nur in Ulaan Baator gibt. Dort gibt es auch verschiedene Übersichtskarten zu kaufen.
In Deutschland gibt es russische Militärkarten im Maßstab 1:500.000 unter anderem bei
Därr oder bei Touratech. Anhand dieser Karten und mit vorhandenen GPS-Punkten aus dem Internet haben wir uns die GPS-Routen zusammengebastelt. Diese Routen waren erstaunlich gut.
Apropos GPS: Ohne GPS-Routen und -Punkte kommt man nicht zurecht. Schwierig ist vor allem am Ortsausgang den richtigen Einstig in die Piste zum nächsten Ziel zu bekommen.

Adressen up down
Links up