Landesinformation down

Ile La Réunion, Domain d' Outre Mer Frankreichs, 300 000 Einwohner, Hauptstadt ist Staint Denis, Amtssprache ist französisch, Zeit MEZ + 2 Stunden.

Bis Mitte des 17. Jahrhunderts war die Ile de La Réunion unbewohnt. Es ist aber anzunehmen, dass arabische Seefahrer im frühen 16. Jahrhundert an Land gingen. Im Jahre 1946 wurde die Insel zum französischen Département erklärt und damit Bestandteil Frankreichs.

La Réunion gehört mit Mauritius und Rodrigues zur Inselgruppe der Maskarenen. Die Insel liegt etwa 800km östlich von Madagaskar und 160km südlich von Mauritius auf dem 21. südlichen Breitengrad. Mit einer Fläche von 2510km² entspricht sie etwa der Größe Luxemburgs. La Réunion hat einen Umfang von über 200km und einen Durchmesser von 50 bis 70km. Vor etwa drei Millionen Jahren brachte eine gewaltige Eruption den noch heute aktiven Vulkan des Piton de la Fournaise (2630m) zum Vorschein. Spätere Eruptionen formten die übrigen Gipfel und die Talkessel im Inneren der Ränder der früheren Öffnungen.Tiefe Canyon, unzählige Wasserfälle, atemberaubende Serpentinenstraßen und vor allem die drei Cirques bestimmen das Landschaftsbild Réunions.

Es gibt hier keine giftigen Schlangen oder sonstige gefährliche Tiere. Wildlebende Landtiere sind selten. Einige Chamäleonarten findet man in den Zuckerrohrfeldern, in den Bergwäldern Rotwild und Hasen. Vor der Besiedlung durch den Menschen gab es zahlreiche, inzwischen ausgestorbene Schildkröten, Krokodile und den Vogel Dodo. Zahlreich sind heute nur noch die Vögel. Die Meeresfauna der Gewässer um La Réunion ist ebenso vielfältig wie exotisch in Gestalt und Farbe.
In den leicht zugänglichen Teilen der Insel hat der Mensch die ursprüngliche Vegetation vor Jahrhunderten durch Nutzpflanzen ersetzt. In den unzugänglichen Gebieten der tiefen Schluchten der Cirques gibt es aber noch dichte tropische Vegetation mit Palmen, Baumfarnen, Orchideen und verschiedenen Aloearten. Diese vermischen sich mit den eingeführten Pflanzen, wie Zitrusfruchtbäumen aller Art, dem aus Madagaskar kommenden Flamboyant und Bougainville. In höheren Lagen gedeihen Zuckerrohr, Parfumpflanzen, Mais und Bohnen. Die Wiederaufforstung der Hochlagen wird seit einigen Jahren verstärkt vorangetrieben. Man hofft, den Holzbedarf der Insel bis zum Jahr 2020 aus Eigenwuchs decken zu können.
In der Küstenregion liegen die kleinen Städtchen in denen etwa die Hälfte der Bevölkerung wohnt. Allein die Hauptstadt St. Denis beherbergt ein Fünftel der Gesamtbevölkerung. Die bunte Mischung der Kulturen macht den Reiz dieser Kleinstadt aus. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand die Bevölkerung der Insel zu einem Viertel aus weißen Siedlern, vorwiegend Bretonen und zu drei Viertel aus deren afrikanischen und madagassischen Sklaven. Im 19. Jahrhundert, nachdem die Sklaverei abgeschafft war, kamen innerhalb von 25 Jahren 100 000 indische Arbeiter hinduistischen Glaubens auf die Insel. Nach 1875 begann die Einwanderung der Kanton-Chinesen (20 000) und zuletzt kamen Z´Arabes. Die verschiedenen Völker brachten ihre französische, indische, madagassische und chinesische Kultur und Folklore mit. Das ergibt zusammen die "kreolische" Mischung, wie sie auch auf den Seychellen und Mauritius zu finden ist - allerdings mit einem mehr ins Französische gehenden, speziellen "charme réunionnais".

Reiseverlauf up down

1. Tag
 
up down

Ankunft früh morgens auf Réunion Airport. Zoll- und Passkontrolle geht ohne Probleme vor sich und das Transfertaxi vom Hotel ist auch da. Nach 1½ Stunden Fahrt erreichen wir das Hotel „Le Sterne“ in St. Pierre. Da wir noch sehr früh sind, ist unser Zimmer noch nicht fertig und wir laufen den Berg hinauf zum Motorradverleih „Rencontre“. Dort gibt es eine Honda Transalp, die wir für 12 Tage mieten. Zurück zum Hotel warten wir am Swimmingpool auf unser Zimmer. Nach dem Bezug unseres Zimmers legen wir uns für 2 Stunden ab, die Nacht im engen Flugzeug war ziemlich schlaflos. Anschließend gehen wir zum öffentlichen Strand etwas schwimmen. Abends kehren wir in das Restaurant „Fruit à pain“ ein und essen vorzüglich. Das Restaurant ist wohl nur am Wochenende ab 19.00 Uhr geöffnet, die Bar allerdings täglich und bietet eine interessante Atmosphäre.

2. Tag
 
up down

In vielen Kehren schlängelt sich die Straße (N3) über Le Tampon bis La Plaine des Cafes, wo wir die Abfahrt D70 (4,5km) zum Aussichtspunkt in den in den Canyon des Grand Bassin nehmen. Ein paar Jugendliche trommeln, tanzen und singen. Zurück auf der D70 wieder zur N3 und weiter bis Bourg Murat. Auch heute am Sonntag hat das Vulkan-Museum auf. Hier gibt es allgemeine Informationen über den Vulkanismus und über die Entstehung der Insel. Wer sich etwas in diesem Gebiet auskennt, findet hier keine neue Information. Der Vulkan ist zur Zeit friedlich, aktiv war er im Januar. Nach dem Colle de Bellevue fahren wir die R.F.2 zum Naturpark Forêt de Bebour. Diese Straße führt durch exotischen Urwald mit Farnbäumen.
Heute am Sonntag sind die vielen Picknick-Plätze überfüllt und überall brutzeln die Schnitzel auf den Grills. La Plaine de Palmiste liegt schon in den Wolken und es regnet. Kurze Trinkpause an einer Imbissbude und wir ziehen uns das Regenkombi an. Es geht weiter bergabwärts und wir schwitzen in den Kombis. In St. Benoit stößt man auf die N2, dort scheint wieder die Sonne und wir pellen uns aus den Kombis. Weiter geht es auf der Küstenstraße nach Süden, vorbei an der Kirche von St.Anne. Die Hängebrücke „Pont Suspendu“ ist mit Sicherheit nicht die längste Brücke der Welt, wie im Reiseführer beschrieben. Ein kurzer Stopp lohnt an der Kirche N.D. des Laves, die bei einem Vulkanausbruch von der Lava umringt wurde. Weiter entlang der Küste kommt man immer wieder an Lavaflüssen vorbei. In St.Joseph machen wir wieder Rast in einer Snackbar, bevor wir zurück nach St.Pierre fahren. Nach dem Duschen bummeln wir an der Uferstraße entlang und entdecken viele Restaurants. Im „L’été indien“ kann man den kreolischen Salat, aber auch die Fleischgerichte empfehlen.

3. Tag
 
up down

Heute klingelt der Wecker um 6.15Uhr, weil wir zum Cirque de Cilaos wollen. Nach dem kurzen Frühstück machen wir uns auf den Weg nach St. Louis. Ab hier schlängelt sich die schöne Panoramastraße (N3) 37km in engen Kehren und durch Tunnels nach Cilaos. Bevor wir den hübschen Ort ausgiebig besichtigen, fahren wir noch weiter in den Cirque bis Ilet à Cordes hinein, ebenfalls auf herrlicher Strecke mit schönen Ausblicken. Zurück im Ort Cilaos gibt’s eine Pause in einer Bar und einen Bummel durch den beschaulichen Ort. Der Rückweg über den Ort Bras Sec hat landschaftlich keine schönen Ausblicke gebracht. Wieder auf der N3 angelangt, geht es am Flussbett entlang, das jetzt im Sonnenlicht liegt. Erste Wolken schieben sich jetzt allerdings über den Rand des Cirques. In La Rivière biegen wir ab, wo sich die Straße zum Aussichtspunkt La Fenêtre hinaufschlängelt. Doch oben angelangt erhaschen wir nur noch für eine Minute den Blick in den Cirque, bevor die Wolken alles verdecken. Zurück durch die Wolkendecke erreichen wir in Saint Louis wieder die Küste im schönsten Sonnenschein. Kurz vor 14.00 Uhr sind wir in Saint Pierre, dort wo der Hahnenkampf montags stattfinden soll. Nur mit Müh und Not finden wir die Bar, in deren Hinterhof die Arena steht. Doch wir erfahren, dass hier keine Wettkämpfe mehr stattfinden. Es soll noch welche in Le Tampon und Saint Louis geben, aber wann und wo weiß hier niemand. Also schauen wir uns noch den kitschigen Tamilentempel an, kaufen am Obststand frische Ananas und fahren in der Rushhour (Gott sei Dank haben wir ein Motorrad) zum Hotel. Nachmittags relaxen wir am Pool bei einem Bierchen. Abends gibt es leckeren Fisch im „Malone“. Den Absacker nehmen wir in der Bar von „Fruit à Pain“ ein.

4. Tag
 
up down

Heute schlafen wir aus und frühstücken ausgiebig bevor wir uns auf den Weg Richtung St. Denise machen. Bei St. Gilles reservieren wir bei Heli Reunion einen Hubschrauberflug - große Tour mit 3 Cirques und Vulkan für 240 Euro pro Person - für den kommenden Montag, 7.00 Uhr. Wir sind wieder froh, ein Motorrad zu haben, denn die Ortschaften sind völlig verstopft und man macht uns bereitwillig Platz. Beim alten Markt in St. Denise parken wir und schlendern durch die Stadt. Der „alte Markt“ liegt in einem hübschen alten Gebäude, ist aber voll auf Touri-Sachen eingestellt. Durch die Fußgängerzone geht es vorbei an der Moschee zum kleinen Markt. Hier werden alle Lebensmittel wie alle erdenklichen Obst- und Gemüsesorten, Fleisch und Fisch angeboten und eine frisch aufgeschnittene Ananas eignet sich hervorragend als 2. Frühstück. In der Nähe liegen etwas versteckt die chinesische Pagode und der Hindutempel. Weiter geht es zum Stadtpark, der in der Hitze mit seinem großen Baumbestand angenehm ist. Zurück Richtung Motorrad gibt es noch ein paar hübsche Wohnhäuser und das alte Rathaus zu bewundern. Nach dem Trinkstopp in einer Kneipe fahren wir die Rundtour hinauf über Brulé. Hier bieten sich neben dem Fahrspaß, zahlreichen Kehren und so gut wie keine Gerade, immer wieder herrliche Ausblicke auf die Stadt und das Meer. Zurück in St. Denis wollen wir über La Montagne fahren. Doch auf halber Höhe ist der Weg wegen eines Waldbrandes gesperrt. Also geht es wieder auf der Küstenstraße zurück nach St. Pierre. Dort ist es bewölkt, aber für ein Bier an der Pool-Bar ist es noch warm genug. Abends essen wir sehr gepflegt (aber auch teuer) im Restaurant Alizè, den Absacker nehmen wir in der Bar nebenan ein.

5. Tag
 
up down

Wieder stehen wir früh auf, (6.20 Uhr) schnelles Frühstück und auf der N3 über Le Tampon und Bourg Murat nach St. Benoit. Die Wolken schieben sich schon über die Bergzipfel, und wir hoffen, dass unser heutiges Ziel, der Cirque des Salazie, noch wolkenfrei ist. Entlang des Flusses fahren wir durch die wolkenbehangene Gorges. Doch der Cirque selbst ist noch wolkenfrei und von Hellbourg haben wir einen tollen Blick in den Kessel. Auf dem Rückweg von Hellbourg geht die Tachowelle am Motorrad kaputt, also keine Kilometerzählerei mehr. Jetzt geht es noch nach Ilet à Vidot, dann zurück und über Jarand Ilet die Schotterpiste hinauf zum Piton Marmite. Hier genießen wir noch mal eine herrliche Aussicht in den Cirque. Zurück in Salazie tanken wir vorsichtshalber und fahren durch die Gorges, die jetzt z.T. frei von Wolken ist, zurück bis an die Küste nach St. André. Der Hindu-Tempel liegt am Meeresufer und ist heute nur von außen zu besichtigen. Von dort fahren wir am Meer entlang nach Bras-Panon zur Vanille Cooperative. Die hat über Mittag geschlossen und so nehmen wir im angrenzenden Restaurant ein Vanille-Essen zu uns. Die Führung (4.50 Euro) in der Cooperative ist komplett auf französisch, sodass wir uns die vielen komplizierten Vorgänge zumeist nur über die optischen Darstellungen zusammenreimen. Der zur Cooperative gehörende Vanille-Laden ist sehr teuer. Dann geht es zurück über Le Tampons nach St. Pierre zum Motorradverleiher Rencontre. Die Tachowelle ist, wie vermutet, gebrochen und es muss eine neue bestellt werden, das dauert einen Tag. Kein Problem, also zurück zum Hotel, duschen, und zum Abendessen ins L’été indien, denn Günter hat Hunger auf Pizza. Heute gibt es hier aber keine Pizzas. Wir essen ein Chop Sue und genießen einen Absacker im Alizé.

6. Tag
 
up down

Heute können wir wieder ausschlafen und gemütlich frühstücken. Wir fahren nach Entre Deux, aber die Piste, die auf den Gipfel führt, ist gesperrt. Na, dann fahren wir eben nochmal nach La Fenêtre. Dieses mal haben wir Glück und der Blick in den Cirque de Cilaos können wir für eine halbe Stunde genießen, bevor sich wieder die Wolken über die Bergkämme kämpfen. Also zurück nach St. Pierre und wir erhalten eine neu Tachowelle. Fürs Meer ist es heute zu windig, so genießen wir einen Relaxtag am Pool. Das Abendessen nehmen wir im Malone ein - leckeren Thunfisch. Heute ist Halloween und alles entsprechend dekoriert. Im Alizé, wo wir wieder unseren Absacker trinken, feiert man ebenfalls Halloween mit Life-Musik.

7. Tag
 
up down

Wir stehen um 6.20 Uhr auf, kurzes Frühstück, denn heute steht die Wanderung zum Vulkan an. Die 30km lange Strecke von Bourg Murat zum Vulkan lädt zu vielen Fotostopps ein. Auf dem Parkplatz machen wir uns fertig für die Wanderung: alle überflüssigen Klamotten am Motorrad lassen, Sonnenmilch auftragen und die vorbereiteten Wasserflaschen mitnehmen.
Erst geht es ca. 150 Höhenmeter an der Abbruchkante auf steilem Pfad hinunter zum Lavafeld. Auf dem schwarzen Lavafeld brennt die Sonne doppelt heiß und der Aufstieg (ca. 500 Höhenmeter) auf den Vulkan verlangt alle Kraftreserven von uns. Nach ca. 2½ Stunden haben wir den Kraterrand erreicht. Ich genieße die Aussicht und Günter wandert noch am Rand entlang. Die Sonne brennt erbärmlich, dafür haben wir wolkenfreie Sicht. Auch auf dem Rückweg gibt es immer noch keine Wolken und unsere Wasserreserven werden langsam knapp. Nach der Überquerung des Lavafeldes steht nun der steile Aufstieg zum Parkplatz an. In fast jeder Kehre, die etwas Schatten bietet, mach ich eine kurze Rast. Auf dem Parkplatz angekommen, holen wir uns erst mal einiges zu trinken an der kleinen Ballerbude. Wir merken jeden Knochen und Muskel einzeln und ich komme kaum noch aufs Motorrad. Auf der Plaine de Sables mache ich ein paar Fotos, wie Günter über die Sandpiste mehr fliegt als fährt und eine riesige Staubwolke hinterlässt. Einige, am Straßenrand stehende Touristen, schauen dem ganzen Treiben mit staunenden Blicken zu.
Je näher wir nach Bourg Murat kommen, desto nebeliger wird es. Hier liegt alles in einer Wolkendecke begraben. Die Wolken ziehen sich bis hinunter ans Meer, selbst St. Pierre ist zugezogen. Wir sind zu faul unsere Regenkombis anzuziehen und werden nass bis auf die Haut. In Saint-Pierre angekommen, kommen wir kaum noch vom Motorrad runter, die eine Treppe zum Zimmer hinauf wird zur Qual und wir fallen völlig kaputt aufs Bett. Nach einer Pause pellen wir uns aus den staubigen, verschwitzen Klamotten und duschen uns. Danach geht es uns besser, allerdings haben wir keine Lust auf einen langen Abendspaziergang und testen das Restaurant des Hotel, La Piscine. Der Fisch ist zu salzig, das Essen entsprechend zu teuer. Wir wälzen uns nur noch ins Bett.

8. Tag
 
up down

Heute schlafen wir aus, frühstücken gemütlich und spüren beim Treppensteigen immer noch unsere Knochen. Dann machen wir uns auf den Weg zum Markt von Staint-Pierre. Hier bieten sich viele Fotomotive und der Markt bietet an Obst, Gemüse, Haushaltswaren, Kleidung , Stoffe und ein wenig Touri-Sachen alles. Man kann an den Ständen frisch gepresste Säfte trinken und ich teste den Saft des Zuckerrohres. Er ist nicht so süß wie ich erwartet hatte. Dann konfirmieren wir die Flüge bei Air Mautritius, kaufen Briefmarken und entdecken einen weiteren Markt in der Stadt, der sich über mehrere Straßen zieht. Wir probieren an einer Bude verschiedene Samosas und andere Köstlichkeiten. Am Platz des Rathauses bieten sich viele Beobachtungsmöglichkeiten von Menschen, die vom Markt kommen. Zurück am Hotel schreiben wir die Postkarten beim Bierchen am Pool. Diesmal probieren wir zum Abendessen eine Pizza, sind davon allerdings nicht so begeistert, obwohl hier anscheinend halb Staint-Pierre ihre Pizze abholt. Wir freuen uns schon auf den obligatorischen Absacker im Alizé.

9. Tag
 
up down

Heute ist schon wieder ausschlafen angesagt und nach dem gemütlichen Frühstück geht es nach Le Tampon auf die D3 Richtung Petite Ile und weiter nach Staint Joseph. Dort den Canyon entlang bis Grand Coude. Ausblick in beide Canyons möglich. Dann zurück nach Staint Joseph an der Küste entlang zum Cap Mechant. Hier hängen die Wolken sehr tief, es regnet und die Luft ist heiß und schwül. Trotzdem ist jeder Picknickplatz besetzt und der Grill wird notfalls mit dem Regenschirm abgedeckt. Unser eigentliches Ziel, der Sentier de Botanique liegt komplett in den Wolken. Wir fahren noch zum Puits Araba, dann zurück über den Pointe de Langevin. In Staint Joseph machen wir eine Trinkpause, aber das Wetter ändert sich nicht und wir kehren zurück nach Staint-Pierre. Im Alizé nehmen wir unser hervorragendes Abendessen ein.

10. Tag
 
up down

Heute haben wir den Termin um 7.00 bei Helireunion, also um 5.20 Uhr aufstehen, kein Frühstück, sondern sofort aufbrechen. Das Motorrad streikt und springt nicht an, aber nach dem Anschieben klappt es dann doch. Hinter Staint Louis gibt es einen Stau bis Saint Giles. Wir sind froh, dass wir mit dem Motorrad weiterkommen, mit dem Auto hätten wir den Termin verpasst. Am Flugplatz noch rechtzeitig angekommen, sind wir vom Wetter nicht begeistert, die Wolken hängen tief. Der sehr interessante Flug geht leider nur über und in die drei Cirques. Toll sind die Flüge über die Kuppen der Kessel und am schönsten ist der Flug durch einen engen, schmalen Canyon an dessen Ende sich ein Talkessel mit Wasserfall befindet. Der Flug zum Vulkan kann, wegen des Wetters, leider nicht gemacht werden. Schade, denn den hätten wir besonders gerne von oben gesehen. Die Fluggesellschaft gibt uns ohne Aufforderung einen Teil des Preises zurück. Wir hatten vor, nach dem Flug hinauf zum Aussichtspunkt vom Cirque Mafate zu fahren. Da aber nun dort eine dichte Wolkendecke ist, fahren wir zurück zum Hotel und können noch ein ausgiebiges Frühstück genießen. Dann versuchen wir noch mal die Südtour, vielleicht ist hier das Wetter besser. Aber dort liegt auch alles im Trüben und wir geben auf und fahren zurück. Wir gehen zum Meer, etwas schnorcheln, mir sind allerdings die Wellen zu hoch und ich gebe vorzeitig auf. Günter schnorchelt noch bis zur Riffkante. Aber das Wasser ist sehr trübe und aufgewühlt. Dann bleibt nur noch der Pool vom Hotel. Als wir dort sind, gibt es einen Riesensturm und es regnet wie aus Eimern. Der Strom fällt für eine Stunde aus und es herrscht Weltuntergangsstimmung. Als der Strom wieder da ist, gehen wir zum Malone und essen dort köstliche Fisch- und Huhncurry.

11. Tag
 
up down

Um 6:30 geht der Wecker, wir wollen heute zum Ausblick in den Mafate fahren. Aber das Wetter sieht wieder sehr trübe aus. Wir legen uns noch mal hin, können aber doch nicht mehr einschlafen. Also gemütlich frühstücken. Dort erfahren wir, dass gestern ein kleiner Wirbelsturm über den Norden der Insel gefegt ist und dort arge Verwüstungen angerichtet hat. Wir haben hier nur ein paar Ausläufer mitbekommen. Trotz Aussage des Personals, dass die gesamte Insel in den Wolken liegt, machen wir uns auf nach Norden. Als wir in Staint Gilles sind, wird es tatsächlich etwas heller. Die Wolken hängen tief und wir haben die Hoffnung, dass der Aussichtspunkt zum Mafate darüber liegen wird. So ist es auch: nachdem wir uns durch die Nebelbänke der Wolken hinaufgequält haben, liegt der Aussichtspunkt und der gesamte Cirque in der Sonne. Wir haben genügend Zeit, diesen Blick zu genießen und zu fotografieren, bis sich hier auch alles innerhalb ein paar Minuten zuzieht. Wir machen uns durch die erste Wolkenschicht zurück runter bis auf die RF9. Abwechselnd durch dünne Nebelschwaden und Sonnenschein führt diese schöne Schotterstraße durch einen herrlichen Wald. Ab und zu überquert man Brücken, die über wilde Flusstäler führen, Flechten hängen an den Bäumen und die Mimosenbäume blühen. Doch dann ist die Straße gesperrt und wir müssen zur Küste hinuter, durch dichte Wolken, es regnet. Auf der D22 geht es im Blindflug weiter Richtung Saint Lieu. Die Küstenstraße selbst liegt wieder in der Sonne. Zurück am Hotel duschen wir und lassen uns von den Webervögeln ärgern: Für ihren Nestbau holen sie Palmfasern von den Palmen vor unserem Balkon. Aber sie bleiben immer im dunklen Bereich, so dass es für Fotos nicht reicht. L’été indien hat heute Ruhetag und wir probieren ein neues Lokal aus.

12. Tag
 
up down

Heute geht es wieder zeitig los, über Le Tampons zum Col de Bellevue. Es ist herrliches Wetter und der Abstecher lohnt sich. Allerdings schieben sich schon wieder erste Wolken in die Berge. Wir erleben den Ort Palmiste das erste Mal im schönen Sonnenschein. In Staint Benoit angekommen, fahren wir in den Canyon von Takamaka. Nach einem Fotostopp an einem Wasserfall springt unser Moped nicht mehr an - die Batterie ist anscheinend leer. Also das Motorrad ein wenig den Berg hochschieben und anrollen lassen. Nach dem 5. Versuch läuft das Motorrad wieder. Dann geht es weiter bis zum Aussichtpunkt von Takamaka. Uns bleiben noch ca. 15 Minuten freier Blick, bevor sich die Wolken in den Canyon drücken. Diesmal springt das Moped auf Anhieb an. Wir fahren zurück und noch einmal zu Vanille-Cooperation in Bras Panon. Weiter geht es an der Südküste entlang, zuerst zur Madonna mit Sonnenschirm, die von einem Lavafluss verschont wurde und seither als Wallfahrtsziel dient. Bei Staint Philippe können wir nun endlich die Botanique Route fahren. Allerdings darf der Rundweg nicht durchgängig befahren werden. Zurück am Hotel verbringen wir den letzten Nachmittag in Réunion am Pool und nehmen anschließend unser Abschiedsessen gepflegt im Alizé ein. Anschließend den letzten Absacker in der gleichnamigen Bar.

13. Tag
 
up

Lange ausschlafen, gemütlich frühstücken, Koffer packen und das Zimmer bezahlen. Dann schlendern wir noch mal zum Meer, es ist sehr aufgewühlt. Wir laufen zur Markthalle und kaufen noch ein paar Souvenirs, dann zurück zum Hotel, wo wir beim Bierchen am Pool auf unser Taxi warten. Der Taxifahrer kommt zu spät, die N1 ist wieder völlig verstopft und so brauchen wir fast 2 Stunden bis zum Flugplatz, sind aber trotzdem noch rechtzeitig da. Das Einchecken gestaltet sich etwas chaotisch: erst müssen wir mit allem Gepäck durch den Sicherheitscheck, alles wird durchleuchtet, dann gelangen wir zum Check-in-Schalter, erhalten unsere Boardkarten und geben das Gepäck auf. Dann müssen wir das Gebäude durch den Ausgang wieder verlassen und erneut durch den Eingang hinein um erneut das Handgepäck durchleuchten lassen. All unser Handgepäck wird noch mal per Hand durchsucht. Im Flugzeug sitzen wir an der falschen Seite, denn wir fliegen ein ganzes Stück an der Ostküste von La Réunion entlang und wir haben nur Meerblick. Nach 40 Minuten Flug erreichen wir Mauritius.