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Wir sind die gesamte Strecke (1218km) über Österreich, Ungarn nach Rumänien bis Arad in 2 Tagen gefahren.
Zur Einreise genügt der Personalausweis (6 Monate gültig). Für das Fahrzeug braucht man den grünen Versicherungsschein.
In Österreich kostet die (kleinstmögliche) Vignette für 10 Tage und Motorräder 4,30 Euro, in Ungarn kostet die (kleinstmögliche) Vignette für 4 Tage 7 Euro. In Rumänien braucht man für Motorräder keine Vignette.
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Man hatte uns gewarnt und empfohlen, das Motorrad nicht unbeaufsichtigt zu lassen und vor allem nachts gut wegzuschließen. Zum Glück haben wir aber die Erfahrung gemacht, dass das Motorrad kaum Beachtung findet und somit relativ uninteressant scheint. Besichtigungen mit vollem Gepäck haben wir nacheinander gemacht. Bei Besichtigungen ohne Gepäck haben wir die Helme und Motorradklamotten in den abgeschlossenen Koffern verstaut und alle wichtigen Papiere, Kamera, Handy usw. im Rucksack mit uns geführt. In den Touristenhochburgen und am Campingplatz haben wir das Motorrad zusätzlich durch eine Kette gesichert. In kleinen Dörfern haben wir auch schon mal das Motorrad mit dem festgeschnalltem Gepäck stehen lassen. Wir haben aber auch in Sibiu ungarische Motorräder mit vollem Gepäck und lose über den Lenker hängenden Helmen gesehen. Auch diese Motorräder fanden keine Beachtung. Allerdings würden wir diese lasche Handhabung weder in Rumänien noch sonst irgendwo auf der Welt empfehlen.
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In Rumänien gibt es zahlreiche Pensionen und Motels. Auch Privatunterkünfte und Zimmer werden vor allem am Schwarzen Meer zahlreich angeboten. Campingplätze sind noch relativ rar und es gibt vor allem keine korrekte Information über die Lage der Plätze. Vom rumänischen Fremdenverkehrsamt gibt es eine Karte mit Campingplätzen. Diese Karte ist weder vollständig, noch sind alle dort angezeigten Plätze vorhanden. Auch die Angaben in den Straßenkarten von Reise Know How und Marco Polo sind leider in den meisten Fällen nicht korrekt. Viele Campinglätze haben wir nur durch Zufall gefunden, denn auch Hinweisschilder fehlen leider häufig. Zudem verstehen die Rumänen unter Camping auch reine Plätze mit Holzhütten. Manchmal kann man dort aber auch irgendwo zwischen oder hinter den Hütten sein Zelt aufbauen. In unserer Tourbeschreibung findet man die Campingplätze, die wir auf unserer Reise aufgesucht haben. Die Preise für die Plätze lagen zwischen 9 und 50 RON, wobei der Preis nicht unbedingt etwas über die Güte der Plätze etwas aussagt.
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Der Straßenzustand ist ganz unterschiedlich. Die meisten großen Verbindungsrouten aber auch die Straßen abseits der Hauptrouten sind geteert. Manche Straßen sind mit so vielen Schlaglöchern, Spurrillen oder Kopfsteinpflaster versehen, dass das Fahren zur Tortur werden kann. Katastrophal sind aber auch die Bahnübergänge, hier ragen die Schienen schon mal bis zu 30cm aus dem Straßenbelag heraus. Die Rumänen fahren übrigens auch solche Strecken mit ihren neuen dicken Autos so schnell, dass man kaum mit einer vollbeladenen und mit zwei Personen besetzten Enduro folgen kann. Die Stoßdämpfer der Autos müssen alle nach kurzer Zeit hin sein.
Den genauen Straßenzustand unserer Tour ist in unserer Tourbeschreibung zu finden, wobei dies nur eine Momentaufnahme ist. Viele Straßen werden z.Z. durch EU-Gelder renoviert und dieser Trend wird sich fortsetzen.
Die Benzinversorgung in Rumänien ist gut, sogar bleifrei (fara Plumb) ist an fast allen Tankstellen erhältlich. Der Preis für Super Benzin bleifrei 95 Oktan liegt bei 3,20 - 3,50 RON (ca. 1,06 - 1,17 Euro).
Der Preis für Super Benzin in Ungarn liegt ebenfalls bei ca. 1.15 Euro.

Hier noch ein rein subjektiver Eindruck zum rumänischen Straßenverkehr:
In Rumänien sind nach unserer Einschätzung 80-90% aller Autos neueren Datums und es gibt nur noch wenige alte Dachias. Allerdings können die Rumänen mit den vielen PS nicht umgehen. Die einen tuckern mit dem dicken BMW mit 40 km/h durch die Gegend als hätten sie noch einen alten Dachia, die andern überschätzen ihre Fahrkunst mit den vielen PS und rasen ohne jegliche physikalische Gesetzte zu beachten durch die Gegend. Die Geschwindikeit von Motorrädern können sie alle nicht richtig einschätzen. Viele langsamfahrende LKW’s treiben viele zu unüberlegten Überholmanövern und entsprechend viele Unfälle und kaputte Autos am Straßenrand sind zu sehen. In den Dörfern sollte man besonders behutsam fahren, da freilaufendes Vieh, streunende Hunde, betrunkene Männer und alte Mütterchen, ohne die Fahrzeuge zu beachten, die Straße überqueren. Streunende Hunde sind auch auf den Landstraßen eine erhebliche Gefahr, sowie die noch allgegenwärtigen Pferdeäpfel, die in Kurven eine ungewollte Schlitterpartie einleiten können.
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Kleine Alimentari-Läden gibt es in noch so kleinen Dörfern, wo man Getränke, Gemüse, Brot, Wurst und Käse und sonstige Sachen zum täglichen Gebrauch bekommt. An den Straßenrändern der Dörfer kann man sehr günstig Gemüse, Honig, Beeren, und Obst kaufen. In den größeren Orten gibt es auch westliche Supermarktketten.
Restaurants gibt es in den größeren Ortschaften auch. Nach unserem subjektiven empfinden sind es zu 90% Pizzerien. Die anderen 10% der Restaurants bieten auch nur Pizza an. Einheimische Küche ist somit sehr schwer zu bekommen. In den Touristenhochburgen wie Sibiu, Brasov, und Sighisoara erhält man Touristen-Menüs wie z.B. das transsilvanische Goulasch.
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Für ganz vorsichtige: Bitte beachten Sie die folgenden Reisehinweise
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Rumänien hat überwiegend ein gemäßigtes kontinentales Klima mit kalten Wintern und sehr heißen Sommern. Die Niederschläge betragen im Bereich der Schwarzmeerküste im Durchschnitt 400 mm pro Jahr, in den höheren Gebirgsgegenden der Karpaten über 1.500 mm.
Als wir losfuhren (Ende Juli) war es laut Wetterbericht in Rumänien sehr heiß mit Temperaturen von weit über 40°C. Davon haben wir nichts mitbekommen. Die erste Woche in den Karpaten war sehr verregnet (heftige Gewitter und Wolkenbrüche) und auf den Pässen hatten wir Temperaturen von um die 10°C. Nachher wurde das Wetter besser, wobei es immer wieder Gewitter (besonders nachts) und heftige Regenfälle gab. Die Temperaturen waren meist um die 25°C.
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  • Reise Know How: Rumänien und Republik Moldau
    In diesem Band sind nur Orte und Sehenswürdigkeiten beschrieben, sowie einige Wanderrouten. Es gibt vorwiegend Tipps für Wanderer und Reisende ohne eigenes Fahrzeug. Leider sind hier keine Routen oder Strecken beschrieben
  • Stein-Verlag: Reisehandbuch Rumänien
    Knapp gehaltenes Handbuch mit Hauptrouten und kurzen Beschreibungen von Orten und Sehenswürdigkeiten.
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  • Reise Know How: Rumänien 1:1 000 000 von 2006
    leider in vielen Regionen falsch. Straßen sind eingezeichnet, die noch nicht mal als Trampelpfad vorhanden sind. Auch die Angabe der Campingplätze ist meist falsch.
  • Marco Polo: Rumänien ,1:800 000
    leider in einigen Regionen falsch. Straßen sind eher pessimistisch eingezeichnet. Hier fehlen eher Straßen, aber auch die Angabe der Campingplätze ist meist falsch.
  • Romania: Atlas rutier si tutitic 1:300 000 von 2006
    Die einzige Karte, die weites gehend korrekt ist. Erhältlich an Tankstellen in Rumänien.
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Botschaft von Rumänien
Dorotheenstr. 62-66
10117 Berlin

Telefon   +49 (0) 30-212 39 202/203
Fax        +49 (0) 30-212 39 399
E-Mail:   office@rumaenische-botschaft.de
Internet: http://berlin.mae.ro/


Fremdenverkehrsamt Rumänien
Budapesterstrasse 20a
10787 Berlin

Telefon: +49 (0)30 - 2419041
Internet: http://www.romaniatravel.com
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